Isle of Arran-Isle of Mull Tag 3/4

 

Isle of Arran-Isle of Mull Tag 3-4

Die Überfahrt von der Isle of Arran zum Festland dauerte nur knapp 30 Minuten. Wenn man in Claonaig ankommt, denkt man erst…hoppla, hier ist ja die Welt zu ende, aber man kommt über die B8001 prima auf die andere Seite. Die Straße führte durch zahlreiche Felder hindurch und es gab hinter fast jeder Kurve etwas neues zu entdecken. Ich kann nur jedem Raten, einfach mal anhalten und sich die Gegend anschauen. Wir fuhren auf der A83 weiter Richtung Oban bis nach Lochgilphead, von dort aus ging es weiter auf der A816. Diese Straße war auch sehr nett, denn sie führte, wie sollte es auch anders sein durch eine sehr abwechslungsreiche Landschaft, in der die kleinen Örtchen zu einer kleinen Rast einluden. Leider blieben wir nicht trocken, als wir so ungefähr in der nähe von Cleigh waren, fing es wieder einmal an zu regnen. Wir hatten zwar alle Regenklamotten an, doch als wir in Oban am Fährhafen ankamen, waren die völlig durchnässt und wir mussten uns erst einmal alle komplett neue Klamotten anziehen. Aber wir hatten ja noch genug Zeit bis die nächste Fähre kommen sollte, war alles kein Problem. Die Überfahrt zur Isle of Mull dauerte dann noch einmal 45 Minuten, genug Zeit um sich wieder aufzuwärmen, und sich einen Kaffee und leckere Kekse zu gönnen. Kurz bevor wir ankamen wurde der Regen etwas weniger und so konnten wir uns noch in Ruhe das Duart Castle vom Deck aus ansehen.

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In Craignure angekommen fuhren wir auf dem direkten Weg nach Tobermory über die A849. Die Aussicht, die man von dieser Straße hat ist bei schönem Wetter echt nett, doch meist kommt man nicht dazu, denn auch wenn man es nicht glaubt, auf der Isle of Mull war ganz schön Verkehr. Man kann sogar an einigen Stellen Fischotter beobachten, aber dafür braucht ihr echt Zeit…aber anhalten und schauen lohnt sich. Eigentlich hatte ich für uns ja eine andere Route rausgesucht, aber da wir schon so lange unterwegs waren, nahmen wir halt den direkten Weg zu einem anderen Campingplatz, den ich als Reserve rausgesucht hatte.

Tobermory ist ein kleines nettes und quirliges Städtchen, mit bunten Häusern und lustigen Menschen, sowie einer richtig berühmten Katze. Der Tobermory Cat 🙂

Als wir auf der Suche nach dem Campingplatz kurz mal Hafen anhielten, wurden wir gleich von Leuten umringt, die uns Löcher in den Bauch fragten und Fotos machen wollten. Gut, das sind wir ja mittlerweile gewohnt, aber das man uns vorher fragt, das war neu:-). Die Tobermory Campsite ist klein, aber nett und wenn man sich die Gegend ansehen will völlig okay. Der Campsite Besitzer ist ein netter Kerl, der sehr hilfsbereit war uns sogar ein Taxi für uns organisierte, damit wir nicht im Regen mit den Motorrädern in die Stadt zum einkaufen fahren mussten.

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Wer gerne Fish & Chips isst, der ist im Hafen bestens im Macgochans aufgehoben. Aber alles andere schmeckt auch ausgezeichnet. Man sollte aber möglichst nicht dort essen, wenn ein voller Bus mit Touristen dort aufschlägt…, wir waren gerade noch rechtzeitig fertig. Wir verbrachten zwei nette Tage in Tobermory und besichtigten mehr oder weniger unerlaubt das Glengorm Castle, das ist nämlich ein Hotel. Also nicht wundern, falls ihr euch dort mal mit Motorrädern hin „verirrt“. Die kuckenn dann ein bisschen komisch, aber niemand sagt etwas, die sind dort ganz nett. Ganz in der nähe gibt es ein kleines Ausflugslokal, das bei Google leider nicht drin steht, von dort aus kommt ihr zu ein paar Standing Stones.
Auch wer sich für so was nicht interessiert, sollte den kleinen Fußmarsch von knapp 10 Minuten in Kauf nehmen, denn die Aussicht von dort ist es Wert. Wer dann noch ein bisschen Kleingeld über hat, kann es dann bei den Steinen lassen, das soll Glück bringen:-). Habe ich auch gemacht. Ausserdem bekommt ihr dort auch die Gelegenheit, den unwiderstehlichen Highlandrindern ganz tief in die Augen zu sehen…okay, allzu nahe sollte man ihnen auch nicht kommen. Je nach dem zu welcher Jahreszeit ihr da seid, solltet ihr bitte immer die Gatter ordentlich hinter euch schließen, denn sonst gehen die Schafe auf Wanderschaft. Wer sich mit Outdoorklamotten oder Mückenspray eindecken möchte, der kann das in den verschiedenen kleinen Läden in Tobermory tun. Ansonsten fragt ihr einfach einen Taxifahrer, die wissen immer am besten wo man etwas bekommt. Wir hatten am nächsten morgen sogar Glück und konnten unsere Zelte mal im trocknen abbauen.

 

©Rabenkram

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