Isle of Skye…Tag 6/7

Tag 6 und 7

Wir fuhren also wieder zurück nach Mallaig zum Fährhafen, wo uns wie üblich dann unsere Plätze zugewiesen wurden. Und auch da war es wieder das gleiche Spiel, die Lademeister verfielen etwas in hektik, funkten herum und diskutierten, wo sie uns denn nun auf der Fähre hinstellen würden. Sehr lustig, denn fast jedes Mal war es das gleiche, wir mußten ganz zum Schluß an Deck. Doch dieses mal kam es anders, denn wir durften als erste auf das Schiff. Wir wurden direkt in die Seiten geleitet, und dann von Autos und Bussen eingekesselt…mal was neues. Die Überfahrt zur Isle of Skye dauert so ungefähr eine halbe Stunde, da kann man sich gerade mal einen Kaffee gönnen, bevor es wieder los geht. Der Fährhafen von Armadale ist sehr überschaubar, aber dafür hat er eine kleine Post und eine Tankstelle. Nun, was soll ich sagen, es schüttete die ganze Zeit, zwar nicht mehr so ganz heftig, aber eben Regen. Aber Skye entschädigt einen dafür mit einer unglaublich wilden Landschaft. Wir fuhren dick eingepackt in unseren Regenklamotten die A851 an der Küste entlang, durch viele kleine nette Ortschaften, bis nach Harapool, wo wir dann auf die A87 wechselten. Es wurde immer hügeliger um nicht schon fast zu sagen Bergig:-). Mir hat diese Strecke auch im Regen sehr gut gefallen, denn es war als wäre man in eine andere Zeit versetzt worden. Die Ortschaften wurden immer spärlicher und die Gegend war stellenweise echt Menschenleer, herrlich. Bei Sligachan, ein typisches Touristenhighlight, was wir aber links liegen ließen, fuhren wir dann auf der A863 weiter, soll heißen, wir schraubten uns die Berge rauf und auch wieder runter. Durch Drynoch und Baracadale, kurz vor Dunvegan haben wir uns dann ein bisschen verfahren und kamen dann über die A850 schließlich doch an unser Ziel. Das war die Tankstelle, wo wir schon mal alle tankten und uns ein bisschen umsahen. Nach einem netten Plausch mit einem Einheimischen, der selber Motorräder sammelte und auch des öfteren in Deutschland war, ging es dann zu unserem Campingplatz. Der Kinloch Campsite, die ist relativ groß, aber dennoch gemütlich.
Es hatte auch mal wieder kurz aufgehört zu regnen, so das wir unsere Zelte im trockenen aufbauen konnten. Der Campingplatz liegt malerisch in einer kleinen Bucht und es war echt spannend, zu sehen wie die Tiden das Wasser verschwinden und wieder auftauchen ließ…wirklich nett.

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Nachdem wir alles fertig hatten knurrte uns dann doch der Magen und wir beschlossen noch etwas essen zu fahren. Also sind wir zurück in das kleine Örtchen, wo wir schließlich im Waterside Cafe landeten. Wen es mal dort in die Gegend verschlägt, der sollte unbedingt dort einmal essen. Ich kann sehr die Fischsuppe, die Chicken Cassarole und zum Abschluß Bread Pudding empfehlen…auch wenn das laufen danach echt schwer fällt:-). Die Bedienung und die Köchin sind echt super nett. Wer auch was für Kunst übrig hat sollte sich die Bilder ansehen, die dort überall hängen, denn die sind von Künstlern aus der Gegend. Ich hätte ja gerne das eine oder andere gekauft, aber so ein Bild auf dem Gespann zu transportieren…nun ja, das ist eher schwierig. Nach dem netten Abendesssen ging es dann zurück auf den Campingplatz, der sich mittlerweile noch etwas gefüllt hatte. Da wir ja zwei Tage dort bleiben wollten, bauten wir gegen den Wind und den Regen dann bei unserem Zelt noch eine Tarp an, ich kann nur sagen, fahrt nie mit dem Zelt nach Schottland, ohne Tarp:-) nur mal so ein Tip. Eine neue Nachbarin hatten wir dann auch noch, Daniela eine sehr nette junge Holländerin. Am nächsten morgen hielt ich es dann nicht mehr aus, das mit dem Frühstücken dauerte mir zu lange, denn ich wollte noch etwas von der Gegend sehen. Also stiefelte ich zusammen mit meinem Freund los und wir sahen uns den schönen Friedhof an und ein Deckmal auf dem Berg.
 

Eigentlich hatte ich ja einen schönen Rundkurs für diesen Tag rausgesucht, aber da das es morgens immer so lange dauerte, blieb uns nur noch die Strecke abzukürzen…leider. Zurück von unserem kleinen Ausflug fuhren wir dann auch gleich los.

Das erste Ziel war das Dunvegan Castle, der Sitz des Clans der Mc Leods. Nein, nein nicht der Highlander aus dem Film, die echten:-) Ein sehr schönes Castle, man kann vieles endecken und fühlt sich in eine vergangene Zeit versetzt. Die Gemälde dort sind auch sehr beeindruckend, okay einige sind auch echt gruselig, aber trotzdem sehenswert. Einige Souvenirs haben wir dann auch noch gekauft, nette Sachen haben sie da:-)

Wer Zeit hat, sollte sich auch noch unbedingt den Garten ansehen, denn der ist bestimmt auch sehr schön…hatten wir leider keine Zeit zu, aber beim nächsten mal.

Dann ging es auf der A850 weiter nach Edibane, dort wollten wir eigentlich ein Salt Pig in der dortigen Pottery kaufen, aber die Preise und die Bedienung ließen doch echt zu wünschen übrig, also fuhren wir auf der A857 weiter nach Uig, wo wir uns aber nicht lange aufhielten, da gerade als wir mit unseren Einkäufen in der Uig Brauerei ein deutscher Reisebus ankam und wir schnell das weite suchten. Skye ist echt wunderschön, wild und überraschen. Wenn wir irgendwann noch einmal da sind, möchte ich mir noch viel mehr ansehen. Bevor ihr einen Urlaub plant, der etwas länger ist, solltet ihr euch vorher, wenn ihr mit mehreren Personen unterwegs seid, absprechen, was Urlaub heißt…dann habt ihr es wesentlich einfacher und seid hinterher nicht endtäuscht.

Dann fuhren wir die Strecke wieder zurück, direkt nach Portree.
Für mein Geschmack ein bisschen zu viel Touristenstädtchen, aber trotzdem sehr nett. Dort sahen wir uns ein bisschen um, kauften dann noch endlich das Salt Pig und noch so einige andere Kleinigkeiten und ich entdeckte dann noch einen kleinen Seifenladen, in dem ich mich dann auch noch mit wundervoll Duftender Seife eindeckte. Also wir losfuhren spielte dann noch ein Junge auf dem Dudelsack, das hatte echt was:-).

Wir schafften es dann auch gerade noch trocken wieder nach Dunvegan, doch dann ging es wieder los, es schüttete ohne Ende und es wollte auch gar nicht mehr aufhören. Also verkrochen wir uns im Aufenthaltsraum der Campsite und unterhielten uns mit Daniela, bis wir dann echt geschafft in unsere Zelte stolperten.

 

©Rabenkram

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