Von Sky nach Gairloch…

Von Skye nach Gairloch

Es hatte die ganze Nacht geregnet und wir dachten schon unsere Zelte würden nur so triefen, aber es hielt sich echt in Grenzen und so konnten wir sie ohne Probleme wieder verstauen. Nach einem kurzen Plausch mit unserer netten Nachbarin, schenkten wir ihr noch eine Gaskartusche, denn sie hatte eine falsche gekauft und wir hatten mehr als genug davon. Obwohl das Wetter nicht ganz so übel war, zogen wir trotzdem die Regenklamotten an, denn hier konnte sich das Wetter ja hinter jeder Kurve ändern. Als wir endlich alles verstaut hatten machten wir uns auch gleich auf den Weg. Auf der A850 ging es bis nach Carbost und von da aus weiter auf der A87 bis nach Broadford, wo wir im Cafe Sia bei strahlendem Sonnenschein uns erst einmal ein schottisches Frühstück gönnten.

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So gestärkt, machten wir uns dann wieder auf den Weg. Als wir uns der Skye Bridge näherten, war ich echt von den Socken, denn so was hatte ich vorher noch nicht gesehen. Diese Brücke ist so lustig zu befahren, denn erst geht es steil Bergauf und dann wieder hinunter. Auch wenn man während der Fahrt nicht unbedingt viel sehen konnte, da ging es ganz schön tief runter. Einen kurzen Blick zurück gönnte ich mir dann aber dennoch, denn die Isle of Skye ist wirklich sehr schön. Nun waren wir wieder auf dem Festland und es ging weiter auf der A87 bis Auchtertyre, um dann auf die A890 abzubiegen.

Die Highlands zeigten sich von ihrer besten Seite, was ich von so manchem Motorradfahrer nicht unbedingt behaupten kann…aber jeder muß seine Todesart selber wählen, doch bitte gefährdet nicht andere dabei, mit völlig Idiotischen Überholmannövern! Die Straße ist super und natürlich auch die Landschaft drumherum, die Steigungen und die Abfahrten hatten es echt in sich. Wenn dann so ein Vollpfosten in einer Kurve zum Überholen ansetzt, obwohl er die Kurve gar nicht einsehen kann…echt gruselig. In dem kleinen Örtchen Archmore machten wir dann ein kleines Päuschen um uns erst einmal von dem Schock zu erholen. Dann ging es weiter durch die wunderschönen Highlands, so wild und immer wieder anders…echt schön. Durch wildeTäler, die Berge und an traumhaften Buchten vorbei bis nach New Kelso, wo wir dann auf die A896 wechselten.

 

 

Von dort aus ging es weiter bis nach Shieldaig. Dort hatten wir dann das Glück, in der dortigen Kirche noch einen Kaffee und köstlichen Kuchen zu genießen. Dann kaufte ich mir dort noch ein nettes kleines Souvenir, denn erstens war es für einen guten Zweck, nämlich die Kirche zu erhalten und zweitens war etwas selbstgebasteltes…ein kleiner Fisch an einem Lederband…den trage ich seit dem Tag immer:-)…also danke an den oder diejenige, die diesen Fisch gemacht haben, er ist wunderschön. Danach ging es weiter bis nach Charlestown, und dann durch Gairloch hindurch bis zu unserem Ziel, der Sands Caravan and Campingsite. Also wir schafften es nur bis etwas 20 Meter davor, denn dann hatte eine Maschine spontan einen Plattfuß, sodass wir erst einmal einen Reifen wechseln mußten…das so kurz vor dem Ziel. Aber dass ist ja bei einer Ural nicht ganz so wild. Wagenheber rausholen, Hinterrad raus, Ersatzrad drauf, das ganze dann wieder alles schön festziehen und weiter gings.

 

Ein echt riesiger Campingplatz, aber echt wunderschön gelegen, direkt am Meer. Überall zwischen den Dünen waren die verschiedenen Zonen, Camper und Caravane schön voneinander getrennt…echt nett. Wir hatten einen super Platz, genau hinter einer Düne.

Wir bauten in Ruhe unsere Zelte auf und sahen uns dann ein wenig um. Das Wetter spielte echt gut mit, es war zwar wirklich kalt, aber das war schnell vergessen, als wir sahen, was für eine grandiose Aussicht wir von den Düne aus hatten. Nachdem alles so weit war fuhren wir dann doch noch mal nach Charlestown, denn wir wollten ja auch eine Ausfahrt mit einem Boot machen und solche Sachen macht man immer besser einen Tag vorher. Wir sind auch schnell fündig geworden und buchten für den nächsten Tag eine Tour mit dem Sealife Glass Bottom Boat. Anschließend kauften wir noch ein bisschen ein und machten uns zurück auf den Campingplatz. Der Platz hatte sich in zwischen auch noch ein bisschen mehr gefüllt und es hatte sich wohl auch rumgesprochen, das da so komische Motorräder auf dem Platz sind, denn es fuhren eine Menge Autos bei uns vorbei und zwar schöön langsam um ja auch ein paar Fotos zu machen. Nun ist ja nichts neues für uns, aber lustig war es schon. Als wir dann versuchten uns ein leckers Abendessen zu kochen wollten, machte uns der Wind einen Strich durch die Rechnung. Denn der bließ so stark, das der Gaskocher nicht heiss genug wurde…also stiefelten wir zum Campingladen und kauften uns dort einen sehr “hübschen” Windfang, mit dessen Hilfe wir es dann endlich schafften unser Abendessen zuende zu kochen.  Am nächsten Tag ging es dann zuerst auf den Friedhof von Charlestown, wo wir uns ein bisschen umsahen.

Da wir etwas zu früh dran waren, aßen wir noch eine Kleinigkeit im Harbour Lights Cafe. Dann erwartete uns draußen eine besondere Überraschung, denn als wir uns gerade für die Bootsfahrt fertig machen wollten, kam eine große Gruppe Harley’s angeknattert. Wie üblich alle ziemlich finster drein schauend, doch das änderte sich dann schnell, als sie uns umlagerten und Löcher in den Bauch fragten. Als wir dann noch den Sound einer unserer Retros zum Besten gaben, waren sie echt sprachlos. Echt nette Typen kann ich nur sagen. Aber dann ging es auch schon los aufs Wasser und ich kann nur sagen, es war ein echtes Erlebnis, denn mit einem Glasbodenboot zu fahren ist echt cool.

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Die Tour hat echt Spaß gemacht, obwohl das Wetter nicht so toll war. Wir sahen jede Menge Seesterne, die erstaunlich schnell sein können, Fische ohne Ende, Seehunde und einen Lobster…den man sogar anfassen konnte, genau wie einen Seestern. Die fühlen sich an wie altes runzliges Leder, aber nicht unangenehm. Wer also mal dort in der Gegend ist, sollte sich das auch mal ansehen. Wieder an Land machten wir uns dann wieder auf zum Campingplatz und genoßen den restlichen Abend noch mit einem langen Spaziergang am Strand.

©Rabenkram

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