• Vom Ural fahren...

    Unser Grünspecht…

    Unser Garten ist ja von so einigen Tieren bewohnt…wie auch jede Menge Grünspechte. Ich mag sie, denn sie sind immer so schön albern und spielen miteinander. Heute hat einer unseren Maulwurf oder die Wühlmaus geärgert, denn er hat fast eine halbe Stunde an einem Loch verbracht und dort herumgehackt wie blöde:-)

    [wpvideo oFtW6qm8]

    ©Rabenkram

  • Kleine Reiseberichte,  Schottland 2016

    Von Rosemarkie ins schöne Tarland…

    Morgens ging es dann auch gleich wieder los…Kaffee trinken, Zelt einpacken und Klamotten, warten…losfahren:-) Die Strecke die wir ausgesucht hatten, ging auf den ersten Kilometern ausnahmsweise wieder einmal über die A96, durch Inverness…uhaa, der Verkehr dort und die Kreisverkehre, da braucht man echt Nerven. Ich brauchte ja nur hinterher fahren, aber selbst das fand ich echt hart. So fuhren wir nahe der Küste entlang bis Elgin, wo wir auf die A941 wechselten, denn ich wollte mir gerne das Speysite Cooperage Visitor Center ansehen, wo sie aus alten Whiskey Fässern viele nette Dinge bauen. Wer die Zeit hat, sollte eine Führung mitmachen, denn es ist wirklich sehr interessant. Aber auch das Cafe ist sehr nett und man kann sich dort auch ein wenig die Zeit vertreiben. Nach einer kleinen Rast um Fotos zu machen, ging es dann auch gleich weiter, vorbei an zahlreichen Destillen, die allesamt echt nett anzusehen sind mit ihren verschiedenen Türmchen. Wir folgten der A941 bis Elrick, wo wir auf die B9002 abbogen. Die Strecke war echt unglaublich, in dieser wundervollen hügeligen Landschaft, wurde man fast schon ein wenig traurig, wir fuhren fast 2 Stunden, und in der Zeit sahen wir nur 2 Autos, dafür aber jede Menge verlassene Höfe, wunderschön gelegen…aber schon lange nicht mehr bewohnt. Es war streckenweise sehr unheimlich, auch wenn die Landschaft einen mit ihrer Schönheit total fesselte, so fiel einem trotzdem diese unheimliche Stille auf. Außer dem Wind und unserem Geknatter hörte man nicht einen einzigen Laut…schaurig schön.

    An der St. Mary’s Kirk hielten wir dann noch einmal an um uns den wunderschönen Friedhof anzusehen.

    Und dabei entledigten wir uns auch gleich unserer Regenklamotten, was sich echt als Fehler herausstellte.

     

    dscf1827

    Wir fuhren weiter und kaum hatten wir die B9002 verlassen und kamen wieder auf die A97, da fing es auch schon wieder an zu schütten. 🙁 Doch es lohnte sich jetzt auch nicht mehr, noch mal anzuhalten, denn wir waren durch den Regen schon zu nass um darüber nun die Regenklamotten zu ziehen.

    Kurz vor Tarland hielten wir nochmal an um kurz zu Tanken…leider finde ich diese süße Tankstelle nicht mehr auf der Karte, denn sowas schnuckeliges hatte ich noch nie gesehen. Ein Haus, zwei Zapfsäulen mit einer kleinen Werkstatt dran und gleichzeitig Postamt, Blumenladen und Kummerkasten in einem…sehr nett.

    Die restliche Strecke bis zu unserem Ziel war auch wieder echt nett, viel grün, viel Wald und jede Menge Schafe:-)

    Die Tarland Camping and Caravan Site lag sehr nett gelegen, nahe eines Waldes und etwas außerhalb von Tarland. Als wir dort ankamen und das finanzielle geregelt hatten, hörte es auf zu regnen und wir konnten unsere Zelte im trockenen Aufbauen. Vom Campsite Besitzer bekamen wir für den Nachmittag dann auch noch einen Tipp, wo wir in Tarland am besten Essen könnten.Also machten wir uns nachdem wir alles soweit aufgebaut hatten auf den Weg ins Dorf…oh und das sogar zu Fuß…nicht zu glauben:-)

    Der Tip war echt Gold wert, denn das Commercial Hotel hat eine exzellente Küche. Ich muss sagen, das war das allerbeste Essen, der ganzen Reise. Das Hotel ist so richtig schön urig und man fühlt sich dort gleich so richtig wohl. Nach diesem köstlichen Mahl ging es dann zurück auf die Campsite. Es war zwar schon etwas später, aber da es ja noch immer hell war, teilten wir uns wieder. Wir stiefelten noch einmal los in den nahe gelegenen Wald, dort waren die Tarland Trails, in denen Mountainbikes aber auch Wanderer auf verschiedenen Pfaden den Wald erkunden können. Außer ein paar Spaziergängern, die ihre allabendliche Gassiegehrunde machten, waren wir dort ganz allein…echt herrlich. Beim Schreiben habe ich gleich wieder diesen tollen Geruch von Wald in der Nase:-) Das war ein sehr gelungener Tag und die Campsite war angenehm leer, sodass wir noch bis spät in die Nacht draussen saßen und den Sternenhimmel genießen konnten.

    ©Rabenkram

     

  • Kleine Reiseberichte,  Schottland 2016,  Vom Ural fahren...

    Rosemarkie & Fortrose…

    Am nächsten Morgen genoßen wir unseren ersten Kaffee unter unserer Tarp, es nieselte die ganze Zeit. Ich freundete mich mit einer goldigen kleinen Möwe an, die ganz offensichtlich auf die Kekse abfuhr, die uns nicht so wirklich schmeckten…aber sie hat sie alle mit Genuss verputzt. Süß aber frech, stattete sie auch unserem Zelt einen kleinen Besuch ab, als wir mal gerade etwas unaufmerksam waren:-).

    Nach dem, Frühstück machten wir einen Ausflug nach Fortrose, zur Fortrose Chathedral…sehr schön. Nun, außer der Cathedral ist Forstrose bestimmt ein nettes Örtchen, wenn man nicht nur den örtlichen Aldi aufsucht…

    Aber zurück zur Fortsrose Cathedral…das was von ihr übrig ist, ist wirklich sehr schön. Vor allem weil man sich alles in Ruhe ansehen kann. Fortrose ist wirklich schön, klein aber schön und es gibt ein nettes Restaurant, in dem man auch leckeren Kuchen und einen ausgezeichneten Kaffee genießen kann. dscf1803dscf1805dscf1806

    So schlenderten wir gemütlich zum oben genannten Aldi, kauften ein und machten dann noch eine kleine Spritztour durch die Felder rund um Rosemarkie. Wieder zurück auf der Campsite, suchten wir beide eine neue Route aus und machten dann einen herrlichen Spaziergang am Strand…ab und zu hielten wir auch Ausschau nach Delfinen, die soll man dort ziemlich oft zu Gesicht bekommen;-) Die haben wir leider nicht gesehen, aber dafür Fort George das in der Sonne wirklich schön aussah…durchs Fernglas natürlich, da es ja auf einer Landzunge gegenüber lag. Wen es einmal dorthin verschlägt, dem kann ich einen Spaziergang am Strand und an der Strandpromenade nur Empfehlen, denn die Häuser sind wirklich sehr schön. Zurück auf dem Campingplatz bereiteten wir schon mal alles für den nächsten Tag vor. Dann fing es auch schon wieder an zu regnen und wir machten uns ins Bett.

    ©Rabenkram

  • Kleine Reiseberichte,  Schottland 2016

    Von Scourie nach Rosemarkie…

     

    dscf1756

    Wie konnte es auch anders sein, nachdem wir am nächsten Morgen gefrühstückt hatten, packten wir wieder alles zusammen und gerade als wir noch überlegten ob wir nun wieder unsere Regenkombis anziehen sollten, fing es an zu schütten…aber wer nach Schottland fährt, der kommt damit klar:-) oder nicht:-(

    Doch wir hatten Glück, denn schon nach einer Stunde hörte es wieder auf und das Wetter besserte sich. Wir fuhren auf der A383 an zahlreichen Teichen vorbei, auf denen Seerosen in den verschiedensten Farben blühten, Schafe stiefelten noch ein bisschen verschlafen durch die Gegend und auch die Autofahrer hielten sich noch in Grenzen. Wir fuhren durch wunderschöne Täler, in denen die Heide blühte.

     

    Vorbei am Allt Ceann Locha, und dem See dahinter, wo wir eine kurze Pause machten für ein paar schöne Fotos. Dann kam noch der Loch Shin wo wir dann auch kurz darauf von der A838 auf die A836 wechselten.

     

    Über die Bonar Bridge ging es dann Richtung Edderton wo wir nach einem leckeren Mittagessen schließlich zurück in die Realität kamen…in Form der A9…nach den ganzen herrlich entspannten kleinen Straßen war es echt anstrengend wieder auf der Autobahn zu fahren. Aber es dauerte ja nicht mehr so lange bis zu unserem nächsten Ziel, der Rosemarkie Campsite. An zahlreichen kleineren Städtchen vorbei ging es dann schließlich bis nach Tore, wo wir dann wieder auf die A832 kamen und direkt in einen Stau…und oh Wunder, es ging richtig gesittet zu, ohne hupen und gemecker. In Avoch tankten wir dann noch einmal auf und fuhren dann direkt zur Rosemarkie Campsite.

    Nun was soll ich sagen, es erwartete uns eine grandiose Aussicht aufs Meer, und ein drahtiges Männlein auf einem Fahrrad, der wohl der Oberaufseher der Campsite war…lächerlich, aber er hatte da nun mal das sagen. Nachdem wir dann entschieden zwei Tage zu bleiben, brachte er uns zu unserem Platz…er vorne weg mit seinem Rad..wie Graf Kocks und wir mit unseren Ural Gespannen in Schritttempo hinterher. Eigentlich hatte ich ja einen anderen Campingplatz ausgesucht, aber davon abgesehen, das dieser völlig überteuert war und der Platz den wir bekamen nicht gerade prickelnd, entschädigte der Strand mich völlig:-).  Nachdem wir alles aufgebaut hatten und das sogar im trockenen, kam die Sonne wieder raus und es gab wieder das übliche Ritual, wir erkundeten die Gegend und der Rest machte…nun ja nichts. Wir sahen uns den wunderschönen Strand an und stellten dabei fest, das die Straße die über den Campingplatz führte auch die Hauptstrasse war…sehr urig. Am Strand entlang gingen wir dann bis in das Örtchen Rosemarkie und bummelten dort noch ein wenig herum. Ich habe am Strand so viele schöne Muscheln und geschliffene Glasscherben gesammelt, das ich nun eine ganze Kiste davon habe, die ich so nach und nach verarbeiten werde. Als wir zurück waren, machten wir uns dann noch ein nettes Abendessen und gingen dann früh schlafen.

    ©Rabenkram

     

  • Kleine Reiseberichte,  Schottland 2016

    Vom Gairloch nach Scourie…

     

    Schade, das der Urlaub schon wieder sooo lange her ist. So langsam verblassen die Erinnerungen, deshalb schreibe ich noch schnell die Sachen auf, die ich noch im Kopf habe. Gairloch hat mir echt super gefallen, das Meer direkt hinterm Zelt und einen unglaublichen Sandstrand. Als wir am nächsten Morgen aufbrachen um zu unserem nächsten Ziel zu fahren, da war das Wetter noch ganz passabel, was jedoch nicht lange anhalten sollte. Auf der A832 ging es dann über Tournaig bis nach Garve, wo wir durch das herrliche Corrieshalloch Gorge National Nature Reserve fuhren…auch wenn ich mich wiederhole, anhalten lohnt sich, um sich von dieser unglaublichen Landschaft in eine andere Zeit versetzen zu lassen. Auf der A835 weiter bis nach Ullapool, wo wir uns dann eine kleine Pause gönnten, mit einem wirklich leckeren Essen. Anschließend machten wir noch einen kleinen Einkaufsbummel durch die Stadt…ich war völlig von den Socken, wie viele Sachsen dort waren, denn an fast jeder ecke hörte man diesen…sorry…gruseligen Slang. Ein Tipp, die Outdoorgeschäfte sind echt der Knaller, denn man bekommt wirklich alles was man braucht zu einem echt guten Kurs. So bin ich zu weiteren Handschuhen und einem Ortlieb Packsack gekommen. Aber auch die kleineren Läden haben viel zu bieten, wenn man nicht gerade im Hafen in die typischen Touristenläden geht…in den Seitenstraßen findet man viel schönere Läden, mit echt skurrilen Sachen.

    dscf1727

     

    Von Ullapool ging es dann mit neuen Proviant und einigen Souvenirs weiter an der Küste entlang bis nach Ledbeg an der A837. Die Fahrt dorthin war eine wahrer Augenschmaus, die Highlands haben mich echt völlig bezaubert…selten habe ich mich so sehr zu Hause gefühlt wie auf dieser Strecke…herrlich:-) In der Nähe vom Ardvreck Castle haben wir uns dann noch eine weitere Pause gegönnt, um uns den Loch Assynt etwas genauer anzusehen. Dann fing es leider wieder etwas heftiger an zu regnen und wir stiegen wieder in unsere Regenklamotten und machten uns auf, die restliche Strecke hinter uns zu bringen. Über die A894 ging es dann weiter durch die Berge, auf dem Weg haben wir jede Menge Höhenmeter überwunden, schlafende Schafe zu einem kurzen Kopfnicken animiert und so manchem Autofahrer einen ordentlichen Schrecken eingejagt, denn Stellenweise fuhren wir eine halbe Stunde ohne ein einziges Auto zu sehen…Die Kylesku Bridge kann sich auch durchaus sehen lassen. Am späten Nachmittag kamen wir dann in Scourie an…und ich kann euch sagen, kaum waren wir dort angekommen, hörte es auf zu regnen und es kam sogar kurz die Sonne hervor. Die Scourie Campsite ist sehr schön an der Küste gelegen und bietet jede Menge Platz und einen grandiosen Ausblick auf das Meer.

    dscf1751dscf1736dscf1747

    Nach dem üblichen Platz aussuchen und Zelt aufbauen, erkundeten wir dann wieder die Gegend, während die anderen beiden ihre übliche Siesta hielten. Barfuss liefen wir am Strand entlang und beobachteten die Möwen dabei, wie sie sich Muscheln und Seesterne aus dem Sand pikten.

    Nach einem kleinen Abendessen ging es dann später noch in das Örtchen, wo für uns sogar nochmal der kleine Laden geöffnet wurde, damit wir unser Eis bekamen und uns dann noch nett mit der Ladenbesitzerin unterhielten, die uns dann noch einen Tipp gab, was wir uns in Scourie noch ansehen könnten…sehr nett.

    ©Rabenkram