Von Rosemarkie ins schöne Tarland…

Morgens ging es dann auch gleich wieder los…Kaffee trinken, Zelt einpacken und Klamotten, warten…losfahren:-) Die Strecke die wir ausgesucht hatten, ging auf den ersten Kilometern ausnahmsweise wieder einmal über die A96, durch Inverness…uhaa, der Verkehr dort und die Kreisverkehre, da braucht man echt Nerven. Ich brauchte ja nur hinterher fahren, aber selbst das fand ich echt hart. So fuhren wir nahe der Küste entlang bis Elgin, wo wir auf die A941 wechselten, denn ich wollte mir gerne das Speysite Cooperage Visitor Center ansehen, wo sie aus alten Whiskey Fässern viele nette Dinge bauen. Wer die Zeit hat, sollte eine Führung mitmachen, denn es ist wirklich sehr interessant. Aber auch das Cafe ist sehr nett und man kann sich dort auch ein wenig die Zeit vertreiben. Nach einer kleinen Rast um Fotos zu machen, ging es dann auch gleich weiter, vorbei an zahlreichen Destillen, die allesamt echt nett anzusehen sind mit ihren verschiedenen Türmchen. Wir folgten der A941 bis Elrick, wo wir auf die B9002 abbogen. Die Strecke war echt unglaublich, in dieser wundervollen hügeligen Landschaft, wurde man fast schon ein wenig traurig, wir fuhren fast 2 Stunden, und in der Zeit sahen wir nur 2 Autos, dafür aber jede Menge verlassene Höfe, wunderschön gelegen…aber schon lange nicht mehr bewohnt. Es war streckenweise sehr unheimlich, auch wenn die Landschaft einen mit ihrer Schönheit total fesselte, so fiel einem trotzdem diese unheimliche Stille auf. Außer dem Wind und unserem Geknatter hörte man nicht einen einzigen Laut…schaurig schön.

An der St. Mary’s Kirk hielten wir dann noch einmal an um uns den wunderschönen Friedhof anzusehen.

Und dabei entledigten wir uns auch gleich unserer Regenklamotten, was sich echt als Fehler herausstellte.

 

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Wir fuhren weiter und kaum hatten wir die B9002 verlassen und kamen wieder auf die A97, da fing es auch schon wieder an zu schütten. 🙁 Doch es lohnte sich jetzt auch nicht mehr, noch mal anzuhalten, denn wir waren durch den Regen schon zu nass um darüber nun die Regenklamotten zu ziehen.

Kurz vor Tarland hielten wir nochmal an um kurz zu Tanken…leider finde ich diese süße Tankstelle nicht mehr auf der Karte, denn sowas schnuckeliges hatte ich noch nie gesehen. Ein Haus, zwei Zapfsäulen mit einer kleinen Werkstatt dran und gleichzeitig Postamt, Blumenladen und Kummerkasten in einem…sehr nett.

Die restliche Strecke bis zu unserem Ziel war auch wieder echt nett, viel grün, viel Wald und jede Menge Schafe:-)

Die Tarland Camping and Caravan Site lag sehr nett gelegen, nahe eines Waldes und etwas außerhalb von Tarland. Als wir dort ankamen und das finanzielle geregelt hatten, hörte es auf zu regnen und wir konnten unsere Zelte im trockenen Aufbauen. Vom Campsite Besitzer bekamen wir für den Nachmittag dann auch noch einen Tipp, wo wir in Tarland am besten Essen könnten.Also machten wir uns nachdem wir alles soweit aufgebaut hatten auf den Weg ins Dorf…oh und das sogar zu Fuß…nicht zu glauben:-)

Der Tip war echt Gold wert, denn das Commercial Hotel hat eine exzellente Küche. Ich muss sagen, das war das allerbeste Essen, der ganzen Reise. Das Hotel ist so richtig schön urig und man fühlt sich dort gleich so richtig wohl. Nach diesem köstlichen Mahl ging es dann zurück auf die Campsite. Es war zwar schon etwas später, aber da es ja noch immer hell war, teilten wir uns wieder. Wir stiefelten noch einmal los in den nahe gelegenen Wald, dort waren die Tarland Trails, in denen Mountainbikes aber auch Wanderer auf verschiedenen Pfaden den Wald erkunden können. Außer ein paar Spaziergängern, die ihre allabendliche Gassiegehrunde machten, waren wir dort ganz allein…echt herrlich. Beim Schreiben habe ich gleich wieder diesen tollen Geruch von Wald in der Nase:-) Das war ein sehr gelungener Tag und die Campsite war angenehm leer, sodass wir noch bis spät in die Nacht draussen saßen und den Sternenhimmel genießen konnten.

©Rabenkram

 

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