• Poesie und alles was dazu gehört...

    Gestohlene Zeit…

    Ich will sie zurück, meine gestohlene Zeit.
    Ich will sie zurück, die endlosen Stunden,
    die ich damit verbracht habe,
    für andere Sachen zu machen,
    Dinge zu erledigen,
    die sie auch selber
    hätten machen können.
    Ich will sie zurück,
    meine kreativen Ideen,
    die mir verloren gegangen sind,
    weil ich keine Zeit hatte sie zuende zu Denken.
    Ich will sie zurück,
    weil ich sie für mich haben will,
    für Dinge, die ich mag und für die ich Zeit brauche,
    meine Zeit, die ihr mir gestohlen habt…

    ©Rabenkram

  • Poesie und alles was dazu gehört...

    Der Himmel weint….

    Wieder sinnloses Blutvergießen,
    und für was?
    Wieder Leid und Schmerzen,
    und wofür?
    Und wieder sagen wir nein,
    ihr macht uns keine Angst.
    Eurer Terror macht uns nur stärker,
    eint uns.
    Ihr seid Staubkörner der Dummheit,
    Lemminge die Idioten in den Tod folgen,
    und für was?
    Wir sind wie Sterne in der Nacht,
    wir leuchten hell in Eurer Dunkelheit.

    In Gedenken an alle Opfer des Terrors

    ©Rabenkram

  • Poesie und alles was dazu gehört...

    Schrei der Wüste…

    Schrei der Wüste…

    Gleißend,

    so scheint die Sonne,

    auf den vermüllten Wüstensand.

    Müllberge,

    dort wo einst ein Grabmal stand.

    Längst verblasst ist die Schönheit,

    der Vergangenheit.

    Plastik,

    Kadaver und Unrat machen sich breit.

    Geschichte,

    die keiner mehr sieht,

    weil der Müll der Neuzeit sie beiseiteschiebt.

    Die Schreie der Wüste,

    sie hört keiner mehr,

    wird der Müll zu viel,

    dann muss schnell ein Feuer her.

    Wo einst das Wissen wohnte,

    lebt jetzt das Leben,

    das Unwissen,

    das Dessinteresse,

    Menschen ohne Geschichte.

    Doch er wird sie einholen der Müll,

    sie ahnen es noch nicht,

    dann hören sie die Schreie,

    doch es hilft ihnen nicht…

    ©Rabenkram

  • Poesie und alles was dazu gehört...

    Windgespräche…

    Windgespräche…

    Viele Stimmen vermischen sich,

    verharren kurz und sind nicht mehr.

    Im Rauschen, sind sie verschwunden,

    abgetaucht im Blättermeer.

    Du hörst es wispern, kichern, kannst nichts sehen,

    wo kommen sie nur her?

    In den Morgenstunden, am Mittag,

    und wenn es dunkel wird,

    sind sie zu hören,

    wollen dir was sagen,

    doch du verstehst sie nicht,

    denn die Worte, sie verschwimmen,

    sind nur ein Buchstabengewirr.

    Windgespräche,

    Sind die Stimmen der Gegangenen,

    sind Botschaften und Grüße,

    und wenn du sie hörst,

    sind sie da und wieder ein Teil vom “Jetzt und Hier”.

    ©Rabenkram

  • Poesie und alles was dazu gehört...

    Trauer…

    18 caricatures déchirantes d’artistes à travers le monde pleurant la mort du jeune garçon syrien

    Wieder ein Sinnloser Tod, es ist zum heulen, wenn man solche Bilder sieht. Und dann höre ich sie schreien und grölen, die hirnlosen Spinner, die Flüchtlinge aufs übelste Beschimpfen, ihnen drohen und sie am liebsten Tod sehen wollen.

    Aylan war ein Kind, einfach nur ein Kind, das in Sicherheit Leben wollte und nun für diesen Traum gestorben ist. Wie die Künstler sich mit diesem schrecklichen Foto auseinander gesetzt haben finde ich sehr kreativ aber auch unheimlich bedrückend, denn es ändert nichts daran, das Kinder und Erwachsene so sterben müssen, nur weil sie eine bessere Zukunft wollten…

    ©Rabenkram

  • Poesie und alles was dazu gehört...

    Wacken…man liebt es oder hasst es…ich liebe es;-)

     

    Nun ist es mal wieder vorbei…Wacken…man freut sich das ganze Jahr drauf und dann ist es auch schon wieder vorbei. Nirgends gibt es so viele normale Menschen, unglaublich…ich habe noch nie so viele höfliche und hilfsbereite Leute getroffen wie auf Wacken.

    Das Wetter zeigte sich mal wieder von seiner…ich bezeichne es mal netterweise als Arschlochkind, doch selbst der echt widerlich Schlamm konnte einem die Laune nicht verderben. Zugegeben, das Toilettenproblem hat sich nicht geändert, und Duschen war auch nur noch mit kaltem Wasser möglich, doch hey, was soll s. Wie einige immer so schön singen…Scheiß drauf, Wacken ist nur einmal im Jahr. Und Recht haben sie. Wenn man die richtige Ausrüstung hat, sprich ein richtiges Zelt, das nicht bei dem ersten Regenschauer gleich in seine Einzelteile zerfällt und es halbwegs trocken hat, ist alles halb so wild. Und wie schon gesagt, die Hilfsbereitschaft untereinander war wie immer…eben Wacken. Wer ein trockenes Plätzchen über hatte, der bot es seinem Nachbarn an, sind eben alle ein bisschen näher zusammengerückt.

    Die Musik war echt der Knaller…für jeden etwas. Judas Priest…legendär. Dream Theater…kann ich jetzt von meiner Liste streichen, und das absolute Highlight…Savatage & Trans Siberian Orchestra. All die anderen Sachen waren auch sehenswert…außer Santiano…die finde ich Unterirdisch, doch jedem das seine:-) man ist ja tolerant, oder?

    Schade, das schon wieder alles vorbei ist…neue Karten haben wir auch noch keine, denn das Theater mit den Karten finde ich echt furchtbar. Da kommt man völlig geplättet heim, hat ein paar Stunden Zeit, muss sich dann an den Computer setzen und wie blöde auf den Kasten starren, um dann festzustellen, dass wieder irgendwelche Spacken, die wahrscheinlich noch nie in Wacken waren, einen ganzen Haufen Karten gekauft haben, die nun schon wieder bei E-Bay verkauft werden…echt ätzend. Mal sehen…vielleicht ergattern wir noch ein paar Karten, wenn nicht…dann halt erst wieder 2017…einmal Wacken immer Wacken…

    Gut, wenn ich alt und grau bin, klappt das mit dem durch den Schlamm stapfen vielleicht nicht mehr so gut, doch das liegt noch in weiter Ferne…

    Also in diesem Sinne…

    WACKEN…\m/

    ©Rabenkram

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  • Poesie und alles was dazu gehört...

    Freude ist immer Schmerz…

    Freude ist immer Schmerz…

    Du hast verlernt dich zu freuen,

    denn wenn du dich freust,

    ist der Schmerz auch gleich zur Stelle.

    Du wagst es nicht,

    denn das Chaos schlägt dir dann ins Gesicht,

    es wartet, bis du dich sicher fühlst,

    lauert auf seinen Moment.

    Freude, sie bleibt nicht lang,

    verpufft sofort im gleichen Moment,

    und strengst du dich noch so an,

    was folgt ist unweigerlich…

    der Schmerz.

    Du versuchst es immer wieder,

    und wirst enttäuscht.

    Auch wenn du es dir noch so sehr wünscht,

    es bleibt wie es ist,

    Freude ist immer Schmerz.

    Du gibst es nun auf,

    versuchst es nicht mehr,

    denn wirkliche Freude,

    die schmerzt viel zu sehr.

    ©Rabenkram

     

  • Poesie und alles was dazu gehört...

    Veraltet…

    Veraltet….

    Ich finde eine Kirche,
    die Menschen verbietet zusammen zu sein,
    und zu heiraten,
    nur weil sie vom gleichen Geschlecht sind,
    völlig veraltet und überholt.
    Jemand als unnatürlich,
    ja sogar wieder der Natur zu bezeichnen,
    ist einfach nur dumm und intolerant.
    Gerade die Natur macht es vor,
    dass es keinen Unterschied macht.
    Die Zeiten sind vorbei,
    in denen eine “normale” Familie aus
    Mann und Frau besteht.
    Jemand, der mir erzählt,
    der Sohn Gottes konnte übers Wasser
    laufen und sei sogar am Ende für die
    Menschen gestorben…
    Hallo,  nicht für mich,
    und mal ehrlich,
    er ist durch Menschen gestorben,
    die genau so Engstirnig und
    völlig ab von der Welt waren,
    wie die Kirche heute.
    Ich bin nicht gegen Gläubige,
    nur gegen die Kirche als Institution,
    die  Nächstenliebe predigt und Enthaltsamkeit,
    aber ihre Abgesannten auf Erden können
    vor lauter Goldschmuck und teuren
    Stöffchen kaum laufen!.
    Ich glaube nicht,
    das Jesus sich für solche Menschen
    ans Kreuz nageln würde…

    ©Rabenkram

  • Poesie und alles was dazu gehört...

    Dunkel…

    Dunkel…

    Bist du allein im Dunkeln?

    Wirklich,

    wie kann das sein?

    Im fahlen Mondlicht,

    da folgen sie dir.

    Verstecken sich,

    du erhascht nie einen Blick,

    nicht im jetzt und hier.

    Dunkel,

    kannst du sie spüren,

    wie sie dir die Luft abschnüren.

    Sie sind immer da,

    sobald das Licht erlischt,

    kälte begleitet sie,

    ihre Nähe ist wie Gift.

    Sie lauern auf dich,

    sind Dunkel,

    und doch,

    du siehst sie nicht.

    ©Rabenkram