• Kleine Reiseberichte,  Schottland 2016

    Von Rosemarkie ins schöne Tarland…

    Morgens ging es dann auch gleich wieder los…Kaffee trinken, Zelt einpacken und Klamotten, warten…losfahren:-) Die Strecke die wir ausgesucht hatten, ging auf den ersten Kilometern ausnahmsweise wieder einmal über die A96, durch Inverness…uhaa, der Verkehr dort und die Kreisverkehre, da braucht man echt Nerven. Ich brauchte ja nur hinterher fahren, aber selbst das fand ich echt hart. So fuhren wir nahe der Küste entlang bis Elgin, wo wir auf die A941 wechselten, denn ich wollte mir gerne das Speysite Cooperage Visitor Center ansehen, wo sie aus alten Whiskey Fässern viele nette Dinge bauen. Wer die Zeit hat, sollte eine Führung mitmachen, denn es ist wirklich sehr interessant. Aber auch das Cafe ist sehr nett und man kann sich dort auch ein wenig die Zeit vertreiben. Nach einer kleinen Rast um Fotos zu machen, ging es dann auch gleich weiter, vorbei an zahlreichen Destillen, die allesamt echt nett anzusehen sind mit ihren verschiedenen Türmchen. Wir folgten der A941 bis Elrick, wo wir auf die B9002 abbogen. Die Strecke war echt unglaublich, in dieser wundervollen hügeligen Landschaft, wurde man fast schon ein wenig traurig, wir fuhren fast 2 Stunden, und in der Zeit sahen wir nur 2 Autos, dafür aber jede Menge verlassene Höfe, wunderschön gelegen…aber schon lange nicht mehr bewohnt. Es war streckenweise sehr unheimlich, auch wenn die Landschaft einen mit ihrer Schönheit total fesselte, so fiel einem trotzdem diese unheimliche Stille auf. Außer dem Wind und unserem Geknatter hörte man nicht einen einzigen Laut…schaurig schön.

    An der St. Mary’s Kirk hielten wir dann noch einmal an um uns den wunderschönen Friedhof anzusehen.

    Und dabei entledigten wir uns auch gleich unserer Regenklamotten, was sich echt als Fehler herausstellte.

     

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    Wir fuhren weiter und kaum hatten wir die B9002 verlassen und kamen wieder auf die A97, da fing es auch schon wieder an zu schütten. 🙁 Doch es lohnte sich jetzt auch nicht mehr, noch mal anzuhalten, denn wir waren durch den Regen schon zu nass um darüber nun die Regenklamotten zu ziehen.

    Kurz vor Tarland hielten wir nochmal an um kurz zu Tanken…leider finde ich diese süße Tankstelle nicht mehr auf der Karte, denn sowas schnuckeliges hatte ich noch nie gesehen. Ein Haus, zwei Zapfsäulen mit einer kleinen Werkstatt dran und gleichzeitig Postamt, Blumenladen und Kummerkasten in einem…sehr nett.

    Die restliche Strecke bis zu unserem Ziel war auch wieder echt nett, viel grün, viel Wald und jede Menge Schafe:-)

    Die Tarland Camping and Caravan Site lag sehr nett gelegen, nahe eines Waldes und etwas außerhalb von Tarland. Als wir dort ankamen und das finanzielle geregelt hatten, hörte es auf zu regnen und wir konnten unsere Zelte im trockenen Aufbauen. Vom Campsite Besitzer bekamen wir für den Nachmittag dann auch noch einen Tipp, wo wir in Tarland am besten Essen könnten.Also machten wir uns nachdem wir alles soweit aufgebaut hatten auf den Weg ins Dorf…oh und das sogar zu Fuß…nicht zu glauben:-)

    Der Tip war echt Gold wert, denn das Commercial Hotel hat eine exzellente Küche. Ich muss sagen, das war das allerbeste Essen, der ganzen Reise. Das Hotel ist so richtig schön urig und man fühlt sich dort gleich so richtig wohl. Nach diesem köstlichen Mahl ging es dann zurück auf die Campsite. Es war zwar schon etwas später, aber da es ja noch immer hell war, teilten wir uns wieder. Wir stiefelten noch einmal los in den nahe gelegenen Wald, dort waren die Tarland Trails, in denen Mountainbikes aber auch Wanderer auf verschiedenen Pfaden den Wald erkunden können. Außer ein paar Spaziergängern, die ihre allabendliche Gassiegehrunde machten, waren wir dort ganz allein…echt herrlich. Beim Schreiben habe ich gleich wieder diesen tollen Geruch von Wald in der Nase:-) Das war ein sehr gelungener Tag und die Campsite war angenehm leer, sodass wir noch bis spät in die Nacht draussen saßen und den Sternenhimmel genießen konnten.

    ©Rabenkram

     

  • Kleine Reiseberichte,  Schottland 2016,  Vom Ural fahren...

    Rosemarkie & Fortrose…

    Am nächsten Morgen genoßen wir unseren ersten Kaffee unter unserer Tarp, es nieselte die ganze Zeit. Ich freundete mich mit einer goldigen kleinen Möwe an, die ganz offensichtlich auf die Kekse abfuhr, die uns nicht so wirklich schmeckten…aber sie hat sie alle mit Genuss verputzt. Süß aber frech, stattete sie auch unserem Zelt einen kleinen Besuch ab, als wir mal gerade etwas unaufmerksam waren:-).

    Nach dem, Frühstück machten wir einen Ausflug nach Fortrose, zur Fortrose Chathedral…sehr schön. Nun, außer der Cathedral ist Forstrose bestimmt ein nettes Örtchen, wenn man nicht nur den örtlichen Aldi aufsucht…

    Aber zurück zur Fortsrose Cathedral…das was von ihr übrig ist, ist wirklich sehr schön. Vor allem weil man sich alles in Ruhe ansehen kann. Fortrose ist wirklich schön, klein aber schön und es gibt ein nettes Restaurant, in dem man auch leckeren Kuchen und einen ausgezeichneten Kaffee genießen kann. dscf1803dscf1805dscf1806

    So schlenderten wir gemütlich zum oben genannten Aldi, kauften ein und machten dann noch eine kleine Spritztour durch die Felder rund um Rosemarkie. Wieder zurück auf der Campsite, suchten wir beide eine neue Route aus und machten dann einen herrlichen Spaziergang am Strand…ab und zu hielten wir auch Ausschau nach Delfinen, die soll man dort ziemlich oft zu Gesicht bekommen;-) Die haben wir leider nicht gesehen, aber dafür Fort George das in der Sonne wirklich schön aussah…durchs Fernglas natürlich, da es ja auf einer Landzunge gegenüber lag. Wen es einmal dorthin verschlägt, dem kann ich einen Spaziergang am Strand und an der Strandpromenade nur Empfehlen, denn die Häuser sind wirklich sehr schön. Zurück auf dem Campingplatz bereiteten wir schon mal alles für den nächsten Tag vor. Dann fing es auch schon wieder an zu regnen und wir machten uns ins Bett.

    ©Rabenkram

  • Kleine Reiseberichte,  Schottland 2016

    Von Scourie nach Rosemarkie…

     

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    Wie konnte es auch anders sein, nachdem wir am nächsten Morgen gefrühstückt hatten, packten wir wieder alles zusammen und gerade als wir noch überlegten ob wir nun wieder unsere Regenkombis anziehen sollten, fing es an zu schütten…aber wer nach Schottland fährt, der kommt damit klar:-) oder nicht:-(

    Doch wir hatten Glück, denn schon nach einer Stunde hörte es wieder auf und das Wetter besserte sich. Wir fuhren auf der A383 an zahlreichen Teichen vorbei, auf denen Seerosen in den verschiedensten Farben blühten, Schafe stiefelten noch ein bisschen verschlafen durch die Gegend und auch die Autofahrer hielten sich noch in Grenzen. Wir fuhren durch wunderschöne Täler, in denen die Heide blühte.

     

    Vorbei am Allt Ceann Locha, und dem See dahinter, wo wir eine kurze Pause machten für ein paar schöne Fotos. Dann kam noch der Loch Shin wo wir dann auch kurz darauf von der A838 auf die A836 wechselten.

     

    Über die Bonar Bridge ging es dann Richtung Edderton wo wir nach einem leckeren Mittagessen schließlich zurück in die Realität kamen…in Form der A9…nach den ganzen herrlich entspannten kleinen Straßen war es echt anstrengend wieder auf der Autobahn zu fahren. Aber es dauerte ja nicht mehr so lange bis zu unserem nächsten Ziel, der Rosemarkie Campsite. An zahlreichen kleineren Städtchen vorbei ging es dann schließlich bis nach Tore, wo wir dann wieder auf die A832 kamen und direkt in einen Stau…und oh Wunder, es ging richtig gesittet zu, ohne hupen und gemecker. In Avoch tankten wir dann noch einmal auf und fuhren dann direkt zur Rosemarkie Campsite.

    Nun was soll ich sagen, es erwartete uns eine grandiose Aussicht aufs Meer, und ein drahtiges Männlein auf einem Fahrrad, der wohl der Oberaufseher der Campsite war…lächerlich, aber er hatte da nun mal das sagen. Nachdem wir dann entschieden zwei Tage zu bleiben, brachte er uns zu unserem Platz…er vorne weg mit seinem Rad..wie Graf Kocks und wir mit unseren Ural Gespannen in Schritttempo hinterher. Eigentlich hatte ich ja einen anderen Campingplatz ausgesucht, aber davon abgesehen, das dieser völlig überteuert war und der Platz den wir bekamen nicht gerade prickelnd, entschädigte der Strand mich völlig:-).  Nachdem wir alles aufgebaut hatten und das sogar im trockenen, kam die Sonne wieder raus und es gab wieder das übliche Ritual, wir erkundeten die Gegend und der Rest machte…nun ja nichts. Wir sahen uns den wunderschönen Strand an und stellten dabei fest, das die Straße die über den Campingplatz führte auch die Hauptstrasse war…sehr urig. Am Strand entlang gingen wir dann bis in das Örtchen Rosemarkie und bummelten dort noch ein wenig herum. Ich habe am Strand so viele schöne Muscheln und geschliffene Glasscherben gesammelt, das ich nun eine ganze Kiste davon habe, die ich so nach und nach verarbeiten werde. Als wir zurück waren, machten wir uns dann noch ein nettes Abendessen und gingen dann früh schlafen.

    ©Rabenkram

     

  • Kleine Reiseberichte,  Schottland 2016

    Vom Gairloch nach Scourie…

     

    Schade, das der Urlaub schon wieder sooo lange her ist. So langsam verblassen die Erinnerungen, deshalb schreibe ich noch schnell die Sachen auf, die ich noch im Kopf habe. Gairloch hat mir echt super gefallen, das Meer direkt hinterm Zelt und einen unglaublichen Sandstrand. Als wir am nächsten Morgen aufbrachen um zu unserem nächsten Ziel zu fahren, da war das Wetter noch ganz passabel, was jedoch nicht lange anhalten sollte. Auf der A832 ging es dann über Tournaig bis nach Garve, wo wir durch das herrliche Corrieshalloch Gorge National Nature Reserve fuhren…auch wenn ich mich wiederhole, anhalten lohnt sich, um sich von dieser unglaublichen Landschaft in eine andere Zeit versetzen zu lassen. Auf der A835 weiter bis nach Ullapool, wo wir uns dann eine kleine Pause gönnten, mit einem wirklich leckeren Essen. Anschließend machten wir noch einen kleinen Einkaufsbummel durch die Stadt…ich war völlig von den Socken, wie viele Sachsen dort waren, denn an fast jeder ecke hörte man diesen…sorry…gruseligen Slang. Ein Tipp, die Outdoorgeschäfte sind echt der Knaller, denn man bekommt wirklich alles was man braucht zu einem echt guten Kurs. So bin ich zu weiteren Handschuhen und einem Ortlieb Packsack gekommen. Aber auch die kleineren Läden haben viel zu bieten, wenn man nicht gerade im Hafen in die typischen Touristenläden geht…in den Seitenstraßen findet man viel schönere Läden, mit echt skurrilen Sachen.

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    Von Ullapool ging es dann mit neuen Proviant und einigen Souvenirs weiter an der Küste entlang bis nach Ledbeg an der A837. Die Fahrt dorthin war eine wahrer Augenschmaus, die Highlands haben mich echt völlig bezaubert…selten habe ich mich so sehr zu Hause gefühlt wie auf dieser Strecke…herrlich:-) In der Nähe vom Ardvreck Castle haben wir uns dann noch eine weitere Pause gegönnt, um uns den Loch Assynt etwas genauer anzusehen. Dann fing es leider wieder etwas heftiger an zu regnen und wir stiegen wieder in unsere Regenklamotten und machten uns auf, die restliche Strecke hinter uns zu bringen. Über die A894 ging es dann weiter durch die Berge, auf dem Weg haben wir jede Menge Höhenmeter überwunden, schlafende Schafe zu einem kurzen Kopfnicken animiert und so manchem Autofahrer einen ordentlichen Schrecken eingejagt, denn Stellenweise fuhren wir eine halbe Stunde ohne ein einziges Auto zu sehen…Die Kylesku Bridge kann sich auch durchaus sehen lassen. Am späten Nachmittag kamen wir dann in Scourie an…und ich kann euch sagen, kaum waren wir dort angekommen, hörte es auf zu regnen und es kam sogar kurz die Sonne hervor. Die Scourie Campsite ist sehr schön an der Küste gelegen und bietet jede Menge Platz und einen grandiosen Ausblick auf das Meer.

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    Nach dem üblichen Platz aussuchen und Zelt aufbauen, erkundeten wir dann wieder die Gegend, während die anderen beiden ihre übliche Siesta hielten. Barfuss liefen wir am Strand entlang und beobachteten die Möwen dabei, wie sie sich Muscheln und Seesterne aus dem Sand pikten.

    Nach einem kleinen Abendessen ging es dann später noch in das Örtchen, wo für uns sogar nochmal der kleine Laden geöffnet wurde, damit wir unser Eis bekamen und uns dann noch nett mit der Ladenbesitzerin unterhielten, die uns dann noch einen Tipp gab, was wir uns in Scourie noch ansehen könnten…sehr nett.

    ©Rabenkram

     

     

  • Kleine Reiseberichte,  Schottland 2016

    Von Sky nach Gairloch…

    Von Skye nach Gairloch

    Es hatte die ganze Nacht geregnet und wir dachten schon unsere Zelte würden nur so triefen, aber es hielt sich echt in Grenzen und so konnten wir sie ohne Probleme wieder verstauen. Nach einem kurzen Plausch mit unserer netten Nachbarin, schenkten wir ihr noch eine Gaskartusche, denn sie hatte eine falsche gekauft und wir hatten mehr als genug davon. Obwohl das Wetter nicht ganz so übel war, zogen wir trotzdem die Regenklamotten an, denn hier konnte sich das Wetter ja hinter jeder Kurve ändern. Als wir endlich alles verstaut hatten machten wir uns auch gleich auf den Weg. Auf der A850 ging es bis nach Carbost und von da aus weiter auf der A87 bis nach Broadford, wo wir im Cafe Sia bei strahlendem Sonnenschein uns erst einmal ein schottisches Frühstück gönnten.

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    So gestärkt, machten wir uns dann wieder auf den Weg. Als wir uns der Skye Bridge näherten, war ich echt von den Socken, denn so was hatte ich vorher noch nicht gesehen. Diese Brücke ist so lustig zu befahren, denn erst geht es steil Bergauf und dann wieder hinunter. Auch wenn man während der Fahrt nicht unbedingt viel sehen konnte, da ging es ganz schön tief runter. Einen kurzen Blick zurück gönnte ich mir dann aber dennoch, denn die Isle of Skye ist wirklich sehr schön. Nun waren wir wieder auf dem Festland und es ging weiter auf der A87 bis Auchtertyre, um dann auf die A890 abzubiegen.

    Die Highlands zeigten sich von ihrer besten Seite, was ich von so manchem Motorradfahrer nicht unbedingt behaupten kann…aber jeder muß seine Todesart selber wählen, doch bitte gefährdet nicht andere dabei, mit völlig Idiotischen Überholmannövern! Die Straße ist super und natürlich auch die Landschaft drumherum, die Steigungen und die Abfahrten hatten es echt in sich. Wenn dann so ein Vollpfosten in einer Kurve zum Überholen ansetzt, obwohl er die Kurve gar nicht einsehen kann…echt gruselig. In dem kleinen Örtchen Archmore machten wir dann ein kleines Päuschen um uns erst einmal von dem Schock zu erholen. Dann ging es weiter durch die wunderschönen Highlands, so wild und immer wieder anders…echt schön. Durch wildeTäler, die Berge und an traumhaften Buchten vorbei bis nach New Kelso, wo wir dann auf die A896 wechselten.

     

     

    Von dort aus ging es weiter bis nach Shieldaig. Dort hatten wir dann das Glück, in der dortigen Kirche noch einen Kaffee und köstlichen Kuchen zu genießen. Dann kaufte ich mir dort noch ein nettes kleines Souvenir, denn erstens war es für einen guten Zweck, nämlich die Kirche zu erhalten und zweitens war etwas selbstgebasteltes…ein kleiner Fisch an einem Lederband…den trage ich seit dem Tag immer:-)…also danke an den oder diejenige, die diesen Fisch gemacht haben, er ist wunderschön. Danach ging es weiter bis nach Charlestown, und dann durch Gairloch hindurch bis zu unserem Ziel, der Sands Caravan and Campingsite. Also wir schafften es nur bis etwas 20 Meter davor, denn dann hatte eine Maschine spontan einen Plattfuß, sodass wir erst einmal einen Reifen wechseln mußten…das so kurz vor dem Ziel. Aber dass ist ja bei einer Ural nicht ganz so wild. Wagenheber rausholen, Hinterrad raus, Ersatzrad drauf, das ganze dann wieder alles schön festziehen und weiter gings.

     

    Ein echt riesiger Campingplatz, aber echt wunderschön gelegen, direkt am Meer. Überall zwischen den Dünen waren die verschiedenen Zonen, Camper und Caravane schön voneinander getrennt…echt nett. Wir hatten einen super Platz, genau hinter einer Düne.

    Wir bauten in Ruhe unsere Zelte auf und sahen uns dann ein wenig um. Das Wetter spielte echt gut mit, es war zwar wirklich kalt, aber das war schnell vergessen, als wir sahen, was für eine grandiose Aussicht wir von den Düne aus hatten. Nachdem alles so weit war fuhren wir dann doch noch mal nach Charlestown, denn wir wollten ja auch eine Ausfahrt mit einem Boot machen und solche Sachen macht man immer besser einen Tag vorher. Wir sind auch schnell fündig geworden und buchten für den nächsten Tag eine Tour mit dem Sealife Glass Bottom Boat. Anschließend kauften wir noch ein bisschen ein und machten uns zurück auf den Campingplatz. Der Platz hatte sich in zwischen auch noch ein bisschen mehr gefüllt und es hatte sich wohl auch rumgesprochen, das da so komische Motorräder auf dem Platz sind, denn es fuhren eine Menge Autos bei uns vorbei und zwar schöön langsam um ja auch ein paar Fotos zu machen. Nun ist ja nichts neues für uns, aber lustig war es schon. Als wir dann versuchten uns ein leckers Abendessen zu kochen wollten, machte uns der Wind einen Strich durch die Rechnung. Denn der bließ so stark, das der Gaskocher nicht heiss genug wurde…also stiefelten wir zum Campingladen und kauften uns dort einen sehr “hübschen” Windfang, mit dessen Hilfe wir es dann endlich schafften unser Abendessen zuende zu kochen.  Am nächsten Tag ging es dann zuerst auf den Friedhof von Charlestown, wo wir uns ein bisschen umsahen.

    Da wir etwas zu früh dran waren, aßen wir noch eine Kleinigkeit im Harbour Lights Cafe. Dann erwartete uns draußen eine besondere Überraschung, denn als wir uns gerade für die Bootsfahrt fertig machen wollten, kam eine große Gruppe Harley’s angeknattert. Wie üblich alle ziemlich finster drein schauend, doch das änderte sich dann schnell, als sie uns umlagerten und Löcher in den Bauch fragten. Als wir dann noch den Sound einer unserer Retros zum Besten gaben, waren sie echt sprachlos. Echt nette Typen kann ich nur sagen. Aber dann ging es auch schon los aufs Wasser und ich kann nur sagen, es war ein echtes Erlebnis, denn mit einem Glasbodenboot zu fahren ist echt cool.

    Die Tour hat echt Spaß gemacht, obwohl das Wetter nicht so toll war. Wir sahen jede Menge Seesterne, die erstaunlich schnell sein können, Fische ohne Ende, Seehunde und einen Lobster…den man sogar anfassen konnte, genau wie einen Seestern. Die fühlen sich an wie altes runzliges Leder, aber nicht unangenehm. Wer also mal dort in der Gegend ist, sollte sich das auch mal ansehen. Wieder an Land machten wir uns dann wieder auf zum Campingplatz und genoßen den restlichen Abend noch mit einem langen Spaziergang am Strand.

    ©Rabenkram

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  • Kleine Reiseberichte,  Schottland 2016

    Isle of Skye…Tag 6/7

    Tag 6 und 7

    Wir fuhren also wieder zurück nach Mallaig zum Fährhafen, wo uns wie üblich dann unsere Plätze zugewiesen wurden. Und auch da war es wieder das gleiche Spiel, die Lademeister verfielen etwas in hektik, funkten herum und diskutierten, wo sie uns denn nun auf der Fähre hinstellen würden. Sehr lustig, denn fast jedes Mal war es das gleiche, wir mußten ganz zum Schluß an Deck. Doch dieses mal kam es anders, denn wir durften als erste auf das Schiff. Wir wurden direkt in die Seiten geleitet, und dann von Autos und Bussen eingekesselt…mal was neues. Die Überfahrt zur Isle of Skye dauert so ungefähr eine halbe Stunde, da kann man sich gerade mal einen Kaffee gönnen, bevor es wieder los geht. Der Fährhafen von Armadale ist sehr überschaubar, aber dafür hat er eine kleine Post und eine Tankstelle. Nun, was soll ich sagen, es schüttete die ganze Zeit, zwar nicht mehr so ganz heftig, aber eben Regen. Aber Skye entschädigt einen dafür mit einer unglaublich wilden Landschaft. Wir fuhren dick eingepackt in unseren Regenklamotten die A851 an der Küste entlang, durch viele kleine nette Ortschaften, bis nach Harapool, wo wir dann auf die A87 wechselten. Es wurde immer hügeliger um nicht schon fast zu sagen Bergig:-). Mir hat diese Strecke auch im Regen sehr gut gefallen, denn es war als wäre man in eine andere Zeit versetzt worden. Die Ortschaften wurden immer spärlicher und die Gegend war stellenweise echt Menschenleer, herrlich. Bei Sligachan, ein typisches Touristenhighlight, was wir aber links liegen ließen, fuhren wir dann auf der A863 weiter, soll heißen, wir schraubten uns die Berge rauf und auch wieder runter. Durch Drynoch und Baracadale, kurz vor Dunvegan haben wir uns dann ein bisschen verfahren und kamen dann über die A850 schließlich doch an unser Ziel. Das war die Tankstelle, wo wir schon mal alle tankten und uns ein bisschen umsahen. Nach einem netten Plausch mit einem Einheimischen, der selber Motorräder sammelte und auch des öfteren in Deutschland war, ging es dann zu unserem Campingplatz. Der Kinloch Campsite, die ist relativ groß, aber dennoch gemütlich.
    Es hatte auch mal wieder kurz aufgehört zu regnen, so das wir unsere Zelte im trockenen aufbauen konnten. Der Campingplatz liegt malerisch in einer kleinen Bucht und es war echt spannend, zu sehen wie die Tiden das Wasser verschwinden und wieder auftauchen ließ…wirklich nett.

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    Nachdem wir alles fertig hatten knurrte uns dann doch der Magen und wir beschlossen noch etwas essen zu fahren. Also sind wir zurück in das kleine Örtchen, wo wir schließlich im Waterside Cafe landeten. Wen es mal dort in die Gegend verschlägt, der sollte unbedingt dort einmal essen. Ich kann sehr die Fischsuppe, die Chicken Cassarole und zum Abschluß Bread Pudding empfehlen…auch wenn das laufen danach echt schwer fällt:-). Die Bedienung und die Köchin sind echt super nett. Wer auch was für Kunst übrig hat sollte sich die Bilder ansehen, die dort überall hängen, denn die sind von Künstlern aus der Gegend. Ich hätte ja gerne das eine oder andere gekauft, aber so ein Bild auf dem Gespann zu transportieren…nun ja, das ist eher schwierig. Nach dem netten Abendesssen ging es dann zurück auf den Campingplatz, der sich mittlerweile noch etwas gefüllt hatte. Da wir ja zwei Tage dort bleiben wollten, bauten wir gegen den Wind und den Regen dann bei unserem Zelt noch eine Tarp an, ich kann nur sagen, fahrt nie mit dem Zelt nach Schottland, ohne Tarp:-) nur mal so ein Tip. Eine neue Nachbarin hatten wir dann auch noch, Daniela eine sehr nette junge Holländerin. Am nächsten morgen hielt ich es dann nicht mehr aus, das mit dem Frühstücken dauerte mir zu lange, denn ich wollte noch etwas von der Gegend sehen. Also stiefelte ich zusammen mit meinem Freund los und wir sahen uns den schönen Friedhof an und ein Deckmal auf dem Berg.
     

    Eigentlich hatte ich ja einen schönen Rundkurs für diesen Tag rausgesucht, aber da das es morgens immer so lange dauerte, blieb uns nur noch die Strecke abzukürzen…leider. Zurück von unserem kleinen Ausflug fuhren wir dann auch gleich los.

    Das erste Ziel war das Dunvegan Castle, der Sitz des Clans der Mc Leods. Nein, nein nicht der Highlander aus dem Film, die echten:-) Ein sehr schönes Castle, man kann vieles endecken und fühlt sich in eine vergangene Zeit versetzt. Die Gemälde dort sind auch sehr beeindruckend, okay einige sind auch echt gruselig, aber trotzdem sehenswert. Einige Souvenirs haben wir dann auch noch gekauft, nette Sachen haben sie da:-)

    Wer Zeit hat, sollte sich auch noch unbedingt den Garten ansehen, denn der ist bestimmt auch sehr schön…hatten wir leider keine Zeit zu, aber beim nächsten mal.

    Dann ging es auf der A850 weiter nach Edibane, dort wollten wir eigentlich ein Salt Pig in der dortigen Pottery kaufen, aber die Preise und die Bedienung ließen doch echt zu wünschen übrig, also fuhren wir auf der A857 weiter nach Uig, wo wir uns aber nicht lange aufhielten, da gerade als wir mit unseren Einkäufen in der Uig Brauerei ein deutscher Reisebus ankam und wir schnell das weite suchten. Skye ist echt wunderschön, wild und überraschen. Wenn wir irgendwann noch einmal da sind, möchte ich mir noch viel mehr ansehen. Bevor ihr einen Urlaub plant, der etwas länger ist, solltet ihr euch vorher, wenn ihr mit mehreren Personen unterwegs seid, absprechen, was Urlaub heißt…dann habt ihr es wesentlich einfacher und seid hinterher nicht endtäuscht.

    Dann fuhren wir die Strecke wieder zurück, direkt nach Portree.
    Für mein Geschmack ein bisschen zu viel Touristenstädtchen, aber trotzdem sehr nett. Dort sahen wir uns ein bisschen um, kauften dann noch endlich das Salt Pig und noch so einige andere Kleinigkeiten und ich entdeckte dann noch einen kleinen Seifenladen, in dem ich mich dann auch noch mit wundervoll Duftender Seife eindeckte. Also wir losfuhren spielte dann noch ein Junge auf dem Dudelsack, das hatte echt was:-).

    Wir schafften es dann auch gerade noch trocken wieder nach Dunvegan, doch dann ging es wieder los, es schüttete ohne Ende und es wollte auch gar nicht mehr aufhören. Also verkrochen wir uns im Aufenthaltsraum der Campsite und unterhielten uns mit Daniela, bis wir dann echt geschafft in unsere Zelte stolperten.

     

    ©Rabenkram

  • Kleine Reiseberichte,  Schottland 2016

    Tobermory-Isle of Skye Tag 5/6

    Tobermory –  Tag 5-6

    Alles war wieder sicher verstaut und wir machten uns bei strahlendem Sonnenschein auf nach Tobermory,  um die Fähre nach Kilchoan zu nehmen. Da wir noch ein bisschen Zeit hatten holten wir uns noch einen Kaffee und ein paar Leckereien vom Bäcker… mijam, lecker. Die Fähre kam pünktlich und nachdem unsere Gespanne wieder sicher verzurrt waren, genossen wir die angenehme Überfahrt. In Kilchoan angekommen fuhren wir auch gleich wieder los, auf einer einspurigen Straße, der B8007. Diese Straßen sind wirklich angenehm zu fahren, obwohl man auch hier wieder echt aufpassen muss. In regelmäßigen Abständen haben diese Haltebuchten, so das man dem entgegen kommenden Platz machen kann. Nun, das klappte fast immer, mit den Einheimischen auf jeden Fall. Leider haben sich so einige Autofahrer aus Deutschland und Holland nicht gerade mit Ruhm bekleckert und sind einfach gefahren und haben manchmal auch blöde gemeckert.  Nun, es ist ja nichts passiert, aber knapp war es schon ab und zu. Ansonsten war die Strecke unglaublich schön, überall sattes grün, Farne fast so groß wie Bäume und  zwischendurch immer wieder der Blick aufs Meer, himmlisch. Das alles bei strahlendem Sonnenschein, besser ging es nicht. Bei Salen ging dann weiter auf die A861 Richtung Glenuig. Auch diese Strecke hatte so einiges zu bieten, Berge, Seen und überall kleine Ortschaften, die zum Rasten einluden. Die Steigungen und die darauf folgenden Abfahrten fand ich echt ganz schön heftig, aber die Ural’s  schafften das alles ohne zu murren:-). In Glenuig angekommen machten wir dann an der Postoffice, die auch Kiosk und Touristeninformationsbüro war, eine kleine Rast, aßen ein leckeres Eis und änderten spontan unsere Route, da die nette Dame von der Post meinte, die Route über Glenfinnan zur Kyle of Lochalsh, wäre Landschaftlich nicht so schön und wir könnten doch einfach von Mallaig die Fähre nach Armadale nehmen,  wir wären dann auch viel schneller auf Skye. Gut mit der A830 hatte sie dann auch vollkommen recht, die war wirklich unglaublich schön. In Mallaig fanden wir auch eine Tankstelle, denn unsere Tanks waren mal so was von leer. Dort bekam ich noch spontan von einer netten Dame, die völlig begeistert von unseren Gespannen war, aber vor allem von Sir Unke, einen Blumenkranz aus Plastik geschenkt, den ich natürlich auch immer noch habe…sehr nett.

    Voll getankt machten wir uns dann auf zum Fährhafen, um dort festzustellen, das die Fähre die bald ablegen sollte restlos belegt war und die nächste viel zu spät abfahren würde, so das wir im Dunkeln unsere Zelte hätten aufbauen müssen.  So entschlossen wir uns kurzerhand Tickets für den nächsten Morgen zu kaufen und uns in der Nähe einen Campingplatz zu suchen. Gesagt getan, zogen wir los um ein paar Kleinigkeiten einzukaufen und um noch etwas zu essen. Nun mal ein Tipp! Egal, was ihr vor habt, Campen oder auch B&B…nehmt bloß nicht zu viele Lebensmittel mit, das ist völliger Quatsch, verhungern kann man nicht…wirklich. Man braucht auch nicht jeden zweiten Tag einkaufen…es reicht vollkommen aus, wenn man einmal in der Woche einkauft, so kann man sich viel mehr auf das Land und die Leute konzentrieren:-).  Aber das mal nur so am Rande. Wir fuhren dann zurück, um dann schließlich nach dem 2. Versuch einen genialen Campingplatz zu finden.

    Den Silver Sand, dort bekamen wir nur noch einen Platz, weil wir an unseren Gespannen die Schottischen Flaggen hatten und der Besitzer selber ein Biker war. Es tat ihm schon fast leid, das er keinen trockenen Platz mehr hatte, aber das war völlig egal. Nach einer kleinen Stärkung machten wir dann wieder unseren üblichen Spaziergang um auch was von der Gegend zu sehen…sei es auch nur der Campingplatz. Es lohnte sich wirklich, denn wir konnten bei Ebbe im Meer auf einer Sandlandzunge stehen und Muscheln sammeln.
    Das Wetter spielte ausnahmsweise gut mit und wir hatten bis zum Abend das schönste Sommerwetter.

    Durch die klare Sicht, konnten wir die Isle of Skye schon sehen…sehr schön. Wie gesagt, bis zum Abend blieb das Wetter schön, doch dann kam ein Unwetter. Es stürmte die ganze Nacht, das dazu gehörende Gewitter hatte es auch ganz schön in sich. Aber die Zelte hielten alles aus und auch die Pfützen vor den Zelten hielten sich am nächsten Morgen in Grenzen, so das einpacken nicht ganz so nass vonstatten ging. Leider fing es morgens nach dem wir vom Campingplatz runter waren, gleich wieder an zu regnen, so das wir uns direkt wieder in die Regenklamotten warfen und direkt zur Fähre fuhren.

    ©Rabenkram

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  • Kleine Reiseberichte,  Schottland 2016

    Isle of Arran-Isle of Mull Tag 3/4

     

    Isle of Arran-Isle of Mull Tag 3-4

    Die Überfahrt von der Isle of Arran zum Festland dauerte nur knapp 30 Minuten. Wenn man in Claonaig ankommt, denkt man erst…hoppla, hier ist ja die Welt zu ende, aber man kommt über die B8001 prima auf die andere Seite. Die Straße führte durch zahlreiche Felder hindurch und es gab hinter fast jeder Kurve etwas neues zu entdecken. Ich kann nur jedem Raten, einfach mal anhalten und sich die Gegend anschauen. Wir fuhren auf der A83 weiter Richtung Oban bis nach Lochgilphead, von dort aus ging es weiter auf der A816. Diese Straße war auch sehr nett, denn sie führte, wie sollte es auch anders sein durch eine sehr abwechslungsreiche Landschaft, in der die kleinen Örtchen zu einer kleinen Rast einluden. Leider blieben wir nicht trocken, als wir so ungefähr in der nähe von Cleigh waren, fing es wieder einmal an zu regnen. Wir hatten zwar alle Regenklamotten an, doch als wir in Oban am Fährhafen ankamen, waren die völlig durchnässt und wir mussten uns erst einmal alle komplett neue Klamotten anziehen. Aber wir hatten ja noch genug Zeit bis die nächste Fähre kommen sollte, war alles kein Problem. Die Überfahrt zur Isle of Mull dauerte dann noch einmal 45 Minuten, genug Zeit um sich wieder aufzuwärmen, und sich einen Kaffee und leckere Kekse zu gönnen. Kurz bevor wir ankamen wurde der Regen etwas weniger und so konnten wir uns noch in Ruhe das Duart Castle vom Deck aus ansehen.

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    In Craignure angekommen fuhren wir auf dem direkten Weg nach Tobermory über die A849. Die Aussicht, die man von dieser Straße hat ist bei schönem Wetter echt nett, doch meist kommt man nicht dazu, denn auch wenn man es nicht glaubt, auf der Isle of Mull war ganz schön Verkehr. Man kann sogar an einigen Stellen Fischotter beobachten, aber dafür braucht ihr echt Zeit…aber anhalten und schauen lohnt sich. Eigentlich hatte ich für uns ja eine andere Route rausgesucht, aber da wir schon so lange unterwegs waren, nahmen wir halt den direkten Weg zu einem anderen Campingplatz, den ich als Reserve rausgesucht hatte.

    Tobermory ist ein kleines nettes und quirliges Städtchen, mit bunten Häusern und lustigen Menschen, sowie einer richtig berühmten Katze. Der Tobermory Cat 🙂

    Als wir auf der Suche nach dem Campingplatz kurz mal Hafen anhielten, wurden wir gleich von Leuten umringt, die uns Löcher in den Bauch fragten und Fotos machen wollten. Gut, das sind wir ja mittlerweile gewohnt, aber das man uns vorher fragt, das war neu:-). Die Tobermory Campsite ist klein, aber nett und wenn man sich die Gegend ansehen will völlig okay. Der Campsite Besitzer ist ein netter Kerl, der sehr hilfsbereit war uns sogar ein Taxi für uns organisierte, damit wir nicht im Regen mit den Motorrädern in die Stadt zum einkaufen fahren mussten.

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    Wer gerne Fish & Chips isst, der ist im Hafen bestens im Macgochans aufgehoben. Aber alles andere schmeckt auch ausgezeichnet. Man sollte aber möglichst nicht dort essen, wenn ein voller Bus mit Touristen dort aufschlägt…, wir waren gerade noch rechtzeitig fertig. Wir verbrachten zwei nette Tage in Tobermory und besichtigten mehr oder weniger unerlaubt das Glengorm Castle, das ist nämlich ein Hotel. Also nicht wundern, falls ihr euch dort mal mit Motorrädern hin „verirrt“. Die kuckenn dann ein bisschen komisch, aber niemand sagt etwas, die sind dort ganz nett. Ganz in der nähe gibt es ein kleines Ausflugslokal, das bei Google leider nicht drin steht, von dort aus kommt ihr zu ein paar Standing Stones.
    Auch wer sich für so was nicht interessiert, sollte den kleinen Fußmarsch von knapp 10 Minuten in Kauf nehmen, denn die Aussicht von dort ist es Wert. Wer dann noch ein bisschen Kleingeld über hat, kann es dann bei den Steinen lassen, das soll Glück bringen:-). Habe ich auch gemacht. Ausserdem bekommt ihr dort auch die Gelegenheit, den unwiderstehlichen Highlandrindern ganz tief in die Augen zu sehen…okay, allzu nahe sollte man ihnen auch nicht kommen. Je nach dem zu welcher Jahreszeit ihr da seid, solltet ihr bitte immer die Gatter ordentlich hinter euch schließen, denn sonst gehen die Schafe auf Wanderschaft. Wer sich mit Outdoorklamotten oder Mückenspray eindecken möchte, der kann das in den verschiedenen kleinen Läden in Tobermory tun. Ansonsten fragt ihr einfach einen Taxifahrer, die wissen immer am besten wo man etwas bekommt. Wir hatten am nächsten morgen sogar Glück und konnten unsere Zelte mal im trocknen abbauen.

     

    ©Rabenkram

  • Kleine Reiseberichte,  Schottland 2016

    Galloway Forrest Park-Isle of Arran Tag 2

    Tag 2

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    Nach einer viel zu kurzen Nacht ging es am nächsten Tag direkt auf nach Ardrossan, wo wir mit einer Fähre auf die Insel Isle of Arran wollten. Die Fahrt durch den Galloway Forrest Park war ein Erlebnis, ich habe noch nie soviel Farne gesehen und schon gar nicht so riesige. Es regnete, aber das war uns echt egal, man konnte sich an den Regen gewöhnen, man konnte es ja eh nicht ändern. Wir fuhren über Straiton, Ayr und machten in Irvine an einer Tankstelle noch einmal halt um zu tanken und etwas zu essen. Dabei wurden wir von ein paar Schottischen Polizisten bestaunt, die dort ebenfalls Pause machten. In Ardrossan angekommen mussten wir knapp 1 Stunde warten, dafür hatten wir aber Glück und kamen noch so auf die Fähre, ohne schon am Vortag eine Karte gekauft zu haben. Ein Tipp, wenn man seine genaue Route kennt und auch die Tage, an denen man die Fähren benutzen will, dann sollte man sich besser Plätze reservieren. Da wir in der Ferienzeit gefahren sind hatten wir echt Glück, das wir auf die Fähre kamen, die war echt sehr voll. Die Wartezeit war aber gar nicht so schlimm,  wir hatten ja jede Menge Fragen zu beantworten von allen möglichen Leuten, war echt nett. Ich habe mir an einem Imbissstand dann ganz mutig meinen ersten Haggis Burger geholt und was soll ich sagen, er war super lecker. Der Regen war auch nicht mehr ganz so schlimm, aber wir waren trotzdem froh, als die Fähre endlich kam. Die Fahrzeit dauert ungefähr so 50 Minuten und als wir in Brodick ankamen, hatte es dann auch endlich aufgehört zu regnen.

     

    Da wir ja keinen Zeitdruck hatten und es relativ früh war, entschieden wir uns dann mitten über die Insel auf die andere Seite zu fahren.

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    Die B880 ( The String ) war unglaublich, sie war sehr schmal und führte durch eine wunderbare Landschaft. Ich möchte mich an dieser Stelle schon einmal entschuldigen, aber wunderbare oder grandiose Landschaft werde ich ziemlich oft schreiben, weil es einfach so war:-). Kurz nach Tarrnacraig bogen wir dann in eine kleiner Straße ab, um die Strecke etwas abzukürzen. So kamen wir auf die A841, die längste Achterbahn der Welt, da ich die Routen ja nur über die Google Bilder ausgesucht hatte, und dabei nicht immer bedacht habe, dass solche Straßen auch hügelig sein können, staunten wir nicht schlecht. Es ging Hügel rauf und wieder runter, mal links, dann wieder rechts, aber in einem so unmöglichen Bogen, das ich mich des öfteren an meinen Lenker gekrallt habe und mir auch der eine oder andere Flucher über die Lippen kam.

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    Aber auch wenn es echt unglaublich anstrengen war, es hat einfach nur Spaß gemacht. Wir hielten in einem kleinen Örtchen, das ich auf der Karte leider nicht mehr wieder gefunden habe an und fuhren die ganze Strecke einfach wieder bis nach Brodick zurück um an der Ostseite auf der A841 nach Lochranza zu fahren, wo wir dann spontan beschlossen eine Nacht auf der Insel zu bleiben. Da passte es ganz gut, das die Lochranza Campsite noch ein paar Plätze für uns frei hatte. Die Besitzer des Platzes konnten gar nicht so richtig verstehen, wie man so durchgeknallt sein kann und mit vier Gespannen im strömenden Regen über die Insel fahren kann. Nachdem wir unsere Zelte aufgebaut hatten, machten ich und mein Freund eine Erkundungstour durch den Ort, wobei wir dann feststellten, das auf dem Golfplatz der zu unserem Campingplatz gehörte eine Menge Rotwild herumlief. Die Tiere kümmerten sich gar nicht um uns, als wir quer über den Golfplatz zum Campingplatz zurückliefen, das fand ich echt beeindruckend, denn so nah bin ich so prächtigen Hirschen noch nie gekommen…Gänsehaut pur. Am nächsten Morgen hatten wir noch etwas Zeit bis die nächste Fähre fuhr und so machten wir noch eine kleine Einkaufstour. Denn kurz vor Brodick hatten wir einen kleinen Outdoor Laden gesehen, den wollten wir uns mal genauer ansehen. Okay, wir kamen dann mit einer Jacke, und zwei Pullovern wieder raus, aber es hat sich echt gelohnt. Dann ging es wieder zurück nach Lochranza, wo wir dann auf die Fähre warteten, die uns wieder zum Festland bringen sollte.

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    ©Rabenkram

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  • Kleine Reiseberichte,  Schottland 2016

    Ijmuiden-Newcastle Tag 1

     

    Mit vier Gespannen durch Schottland…Tag 1

    Mit vier Gespannen und jeder Menge Gepäck machten wir uns Anfang Juli auf nach Schottland. Die Anfahrt zur Fähre in Ijmuiden war nicht ganz so lustig, Autobahn zu fahren mit vollgepackten Gespannen ist nicht so prickelnd. Auch wenn ich mal die Lkw-Fahrer loben muss, die uns Streckenweise nett in ihrem Windschatten haben fahren lassen. In Ijmuiden angekommen reihten wir uns brav in die Schlange der wartenden ein, die ebenfalls mit der Fähre nach Newcastle wollten. Nun, da Gespanne wohl nicht ganz so häufig mit der Fähre fahren, waren sich die Lademeister wohl nicht so ganz einig wie viel Platz wir brauchen würden und so konnten wir nur zusehen, wie alle anderen, Autos, Wohnwagen und Lkws den Weg in die Fähre nahmen. Wir standen wirklich ganz bis zum Schluss da und fuhren auch als letzte auf die Fähre.

    Ich war völlig aufgeregt, denn auf so eine große Fähre bin ich noch nie gefahren, aber es klappte alles völlig reibungslos. Nachdem wir alles verstaut und festgemacht hatten konnten wir uns nun etwas von der langen Fahrt erholen und die Überfahrt und das Abendessen genießen…nun ja, ich nicht ganz, denn mir war so was von schlecht. Eigentlich bin ich ja Seefest, aber das Geschaukel hat meinem Magen gar nicht gepasst.

     

    Am nächsten Morgen war alles wieder vergessen, dich ich war immer noch völlig aufgeregt. So ein Abernteuer…Schottland, da wollte ich schon immer hin und nun dann auch noch mit Gespannen…wahnsinn. Wir wollten endlich vom Schiff runter und losfahren. Wie nicht anders zu erwarten regnete es leicht, aber das störte uns nicht, denn wir waren ja mit unseren Regenklamotten gut gerüstet. Dank unserem Navigator schafften wir es dann sogar uns um Newcastle herum zu führen, so dass wir uns auf normalen Straßen auf den Linksverkehr einstellen konnten. Aber die ersten Kilometer habe ich mich echt noch an meinen Lenker gekrallt und war voll konzentriert. Nach einer Weile ging es dann, doch die zahlreichen Kreisel haben mich ganz schön geschafft.

    Die Straßen in England waren waren echt nett und so fuhren wir bis zu unserem ersten längeren Halt, der dann auch schon in Schottland war, das Hazeldene Hotel  in Gretna Greeen in dem wir uns eine kleine Stärkung gönnten und uns in die richtigen Regenklamotten warfen, denn inzwischen hatte es so richtig angefangen zu schütten. Egal, richtig wasserdicht verpackt ging es dann los zum ersten kulturellen Highlight, der Sweetheart Abbey in New Abbey. Von der sehr schönen Ruine habe ich leider keine Fotos, da mein Handy kurzzeitig seinen Geist aufgegeben hat. Aber sie war echt schön und da es nicht mehr regnete, konnten wir uns alles in Ruhe ansehen. Die Landschaft war echt der Knaller, viele kleine Straßen, grün soweit man sehen konnte und natürlich überall im Wald die Schilder, die vor den roten Eichhörnchen warnten.

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    Auf dem Weg zu unserem ersten Campingplatz machten wir dann noch beim Loch Arthur Farmshop halt, den ich im Internet gefunden hatte. Kann ich nur empfehlen, es ist ein echt nettes Projekt. Mit frischen Eiern und Brot ging es dann zum Galloway Forrest Park, wo wir auf der Glentrool Caravan and Camping Site unsere Zelte aufbauten…

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    ©Rabenkram

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