Österreich 2020

Österreich 2020

Österreich 2020 Sommer, Sonne und lauter abgesagte Treffen.

Corona prägt zur Zeit alles, so auch unsere diesjährigen Urlaubspläne. Da wir uns an alle Regeln halten und nicht aus einem Corona Gebiet kommen, haben wir uns nach kurzem Überlegen dazu entschlossen, unseren Österreich Urlaub doch anzutreten. Also das Ural Gespann auf den Anhänger und schön gemütlich nach Österreich. Klar hätte man auch mit zwei Gespannen fahren können, doch dann wären kostbare Urlaubstage flöten gegangen und so waren wir viel flexibler. Unser erstes Ziel war dann auch Marchtrenk, wo eigentlich das Neunte Ural Europatreffen stattfinden sollte. Dort angekommen bezogen wir unser Hotel und erkundeten erst einmal das Umland, wobei wir wirklich schöne Ecken fanden. Da wir schon am Donnerstag angereist waren, konnten wir uns eine Menge ansehen. Am ersten Tag gönnten wir uns einen schönen Tag in Linz, das übliche Programm…durch die Stadt bummeln, in Kirchen stöbern und skurrile Dinge fotografieren. Anschließend ging es dann zum Pöstlingsberg, von dem man eine unglaublich schöne Aussicht hatte. Nach einer kleinen Pause fuhren wir dann zum Bauernmarkt nach Traun…also es waren eigentlich nur 6 oder 7 Stände, aber die hatten alles was ein Feinschmecker so braucht. Von Käse bis Wurst war alles dabei, doch wir haben uns ein leckeres Eis aus Ziegenmilch gegönnt…köstlich. Abends ging es dann wieder zum Schwaig, wo dann noch einige andere Gespann Fahrer eingetrudelt waren. Die Wiedersehensfreude war echt riesig, denn einige sieht man ja nur einmal im Jahr. Der nächste Tag empfing uns wieder einmal mit dem schönsten Sonnenschein. Nach einem kurzen Aufenthalt beim Schwaig, besuchten wir einen guten Freund, von dem wir dann den super Tipp für den Nachmittag bekamen. Steckerlfisch am Attersee…der Wahnsinn. Also, wer mal nach Weißenbach am Attersee ist, sollte dort Rast machen und sich einen Steckerlfisch mit Kartoffelsalat gönnen. Den Abend ließen wir dann mit den restlichen Gespann Fahren die noch da waren den Abend gesellig ausklingen bei einem geselligen Abendessen bei einem serbischen Restaurant. Natürlich hielten wir uns dabei an die Corona Regeln und hielten dementsprechend Abstand. Für ein abgesagtes Treffen war es einfach der Knaller, ich habe mich auch artig, wie es meine Art ist bei Facebook bedankt. Einige nicht Redegewandte haben den Gag nicht wirklich verstanden, aber das ist mir egal, denn die Leute sind mir echt so schnurz… Der Sonntag begann dann mit nicht so schönem Regenwetter, aber da es trotzdem nicht kalt war, kein Problem. Nach einem deftigen Frühstück bei unserem super Gastwirt machten wir uns dann auf zum nächsten Halt unserer Österreich Reise. Pehersdorf…zu den Kriechbaumers. Dort angekommen war erst einmal Nichtstun angesagt. Am Nachmittag gingen wir dann die Gegend erkunden, die wir ja sonst nur im Winter zu sehen bekommen. Da es am nächsten Tag noch nicht so prickelnd war, fuhren wir dann erst einmal zu Bärenpark nach Arbesbach, wo gerettete Bären ihren Lebensabend verbringen können. Kann ich nur empfehlen, vor allem für Kinder, denn die Bären sind echt wirklich richtig nah und für Kinder gibt es eine Menge zu sehen. Der Tag war noch jung, also schauten wir bei Tante Google, was noch Sehenswertes in der Nähe war und machten uns auf den Weg zum Höllfall. 2 Stunden durch einen wunderschönen Wald wandern und dann dieser kleine, aber feine Wasserfall, einfach nur schön. Am Nachmittag besuchten wir dann Franz von der Prandegg. Vor der Reise hatte ich schon mal Grob Sachen rausgesucht, die wir uns so ansehen könnten, und dabei bin ich auf die Burg Rappottenstein gekommen. Was soll ich sagen…der Knaller. So eine wunderschöne Burg habe ich lange nicht gesehen. Wunderschön und so liebevoll restauriert, die Führung war sehr informativ und auch echt lustig. In der Burgschänke gab es dann noch ein leckeres Mittagessen. Auf dem Rückweg ging es dann zum Tanner Moor, im Winter schon wunderschön, aber im Sommer kaum auszuhalten. Diese Landschaft ist echt der Wahnsinn, für Leute, die gerne in der Natur unterwegs sind, ist es ein echtes Erlebnis durch das Moor zu wandern und einfach die Natur zu genießen. Auch hier verbrachten wir erst einmal 2 Stunden und genossen jede Sekunde. Danach ging es wieder zur Prandegg, in der Sonne sitzen und Leute beobachten…göttlich. Abends gingen wir dann noch eine Runde spazieren und sahen wir uns mal den Herrgott Stein an. Klettern war dabei auch angesagt, wirklich sehr nett. Für den Mittwoch haben wir uns dann ein Whisky Tasting in der Erlebniswelt Roggenreith gegönnt. Das war auch sehr nett, aber wirklich nur etwas für Menschen, die sich für die Thematik interessieren. Die Anlage ist sehr schön gestaltet und der Whisky schmeckt echt lecker. Auf dem Rückweg hielten wir noch kurz am Schloss Pöggstall und hielten dann nach einer supergenialen Fahrt durch das Waldviertel in Dorfstetten, wo wir ein superleckeres Mittagessen in der Dorfmühle hatten. Abends ging es wieder zur Prandegg… Den Donnerstag hatten wir uns dann für Reini freigehalten, denn das hatten wir im Winter ja versprochen. Morgens hielten wir dann noch kurz im Naarntal und machten ein paar schöne Bilder ohne Schnee. Es war sehr verlockend, auch mal die Strecke zu fahren, die wir auch immer im Winter fahren, aber das haben wir natürlich nicht gemacht, denn so allein war uns das zu Riskant. Wir wurden mit gegrilltem Fleisch und einem herrlichen Salat verwöhnt, haben uns super unterhalten und verbrachten einen sehr schönen entspannten Nachmittag. Anschließend war wieder Faulenzen angesagt und ein Abendessen mit der Kriechbaumer Familie und noch einigen anderen Gästen. Perfekt, soviel Spaß hatte ich lange nicht mehr. Am nächsten Morgen ging es dann zum nächsten abgesagten Treffen nach Klam. Die Fahrt dahin war schon echt sehr schön, denn das Wetter war wieder super und angenehm warm noch dazu. In Klam angekommen packten wir erst einmal unsere Sachen aus und erkundeten dann die Gegend…soll heißen wir sind ein bisschen gewandert. Anschließend haben wir was gegessen und sind dann noch einmal losgegangen, um uns in der Klamschlucht umzusehen. Herrlich, schon als wir am Bach entlang gingen konnte ich es kaum noch aushalten, auf dem Rückweg musste ich dann unbedingt ins Wasser, das war so einladend, ich konnte einfach nicht widerstehen. Und so standen wir dann eine halbe Stunde im glasklaren Wasser herum und ließen uns es gut gehen. Anschließend ging es dann zur Brauerei, wo wir uns schon mal vorab mit ein paar Freunden trafen, um ein ordentliches Bier zu trinken und einfach zu quatschen…so von Gespann Fahrer zu Gespann Fahrer. Und um für den nächsten Tag zu erfahren, wann es denn dann zu einer kleinen Spritztour losgehen würde. Nach einem zünftigen Abendessen ging es dann erst mal wieder ins Hotel zum Schlafen. Pünktlich um 10:00 Uhr am nächsten Morgen trafen wir uns mit den anderen an der Burg Clam, das war so cool, all die ganzen Verrückten wieder zusehen, die man das ganze Jahr nicht mehr gesehen hatte. Nach einen kleinen Fotoshooting ging es dann auch schon los…wieder bei schönstem Sommerwetter. Wir machten eine großartige Tour durch das Mühlviertel und dass mit bestimmt 20-25 Gespannen, einfach unglaublich. Mittags kehrten wir an der Donau in eine Wirtschaft ein und aßen eine Kleinigkeit, dann ging es auch schon wieder weiter, an einen kleinen Badesee, wo wir noch eine kleine Zwischenrast machten. Denn uns sollte ja noch eine Führung in der Syndicate Brauerei geboten werden, zu der wir dann auch alle pünktlich erschienen. Die Führung war informativ und spannend, aber auch echt lecker, denn wir konnten so einige Biere auch probieren. Der Abend wurde dann auch noch etwas länger, denn dann gab es zum Abschluss noch ein zünftiges Abendessen, wo wir uns dann noch lange unterhalten haben und schon ein bisschen über die demnächst hoffentlich stattfindenden Treffen gesprochen haben. Es war ein sehr lustiger Abend, den wir alle nicht so schnell vergessen werden und wir freuen uns schon darauf, die ganzen Verrückten im Dezember wiedersehen zu können. Der nächste morgen war dann wieder Abreisetag, und wir ließen den Tag echt mit damit verstreichen, erst einmal noch eine Runde Wandern zu gehen, anschießend mit dem Motorrad noch einmal zum Franz zu fahren, um dort noch ein bisschen was zu essen und um uns zu verabschieden. Dann ging es zurück und wir verluden das Motorrad und faulenzten danach nur noch mit einem Bierchen und den beiden Katzen in der Sonne…schöner kann ein Urlaub ja nicht enden. Am nächsten Morgen ging es dann zurück in den Alltag…aber mit einem strahlenden Lächeln und gut erholt. [/box]