Vom Reisen mit dem Gespann...

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Vom Reisen mit dem Gespann…

Was soll ich sagen, Reisen mit dem Gespann ist absolut das coolste was man so machen kann. In einem Gespann ist jede Menge Platz, um alles Notwendige mitzunehmen. Daher ist auch ein zweiwöchiger Camping Trip nach Schottland kein Problem. Beim Reisen mit dem Gespann kann man Routen fahren, die man mit dem Auto oder einer Solomaschine nicht unbedingt fahren würde. Auch der Spaß Faktor ist enorm hoch. Und wenn man sich erst einmal dran gewöhnt hat überall wie ein bunter Hund bestaunt zu werden, kann man solche Reisen einfach nur genießen.

Hier könnt ihr von unseren Touren lesen, die wir schon so unternommen haben…

 

 

 

 

Mit dem Gespann durch Schottland...2016

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Mit der Ural durch Schottland…

Hier nun eine etwas abgespeckter Form der Reisebericht zu unserer Schottland Reise 2016.

Ich habe diesen Bericht von knapp zwanzig Seiten mal etwas gekürzt, da ich im ersten Bericht wirklich jede Straße und jeden Ort erwähnt habe. Wer nach diesem Kurzen Bericht Lust auf mehr hat, der kann sich gerne bei mir melden…

Nach monatelanger Vorbereitung machten wir uns im Juli 2016 auf den Weg nach Schottland. Mit dabei, vier Ural Gespanne und jede Menge Gepäck für knapp zwei Wochen.  

 

Nach einer etwas abenteuerlichen Anfahrt über die Autobahn nach Ijmuiden trafen wir am Nachmittag dort im Fährhafen ein, um dort die Fähre nach Newcastle zu nehmen. Wir reihten uns schön brav in die Schlange der wartenden Fahrzeuge ein. Nach gefühlten Stunden schafften wir es dann auch endlich auf die Fähre zu kommen. Der Lademeister wusste wohl nicht ganz wo er uns unterbringen sollte, denn wir wurden wirklich als allerletztes auf das Schiff gelassen.

 

 

Nach einer unruhigen Nacht kamen wir am nächsten Morgen in Newcastle an. Dort empfing uns typisch englisches Wetter, leichter Nieselregen und ein grauer Himmel. Aber egal, da wir ja auf alles vorbereitet waren, zogen wir unsere Regenklamotten an und fuhren los. Dank unseres Navigators schafften wir es trotz Linksverkehr sicher aus Newcastle herauszukommen. Ich muss gestehen, die ersten Kilometer habe ich mich echt an meinen Lenker gekrallt und war voll konzentriert…vor allem in diesen verrückten Kreisverkehren. Unser erster längerer halt war dann auch im schönen Schottland, um genauer zu sein in Gretna Green, wo wir uns im Hazeldene Hotel einen kleinen Snack gönnten. Nach einer unglaublichen Fahrt mit jeder Menge schönen Eindrücken von der Natur machten wir im Loch Arthur Farm Shop einen kleinen Einkaufsstopp. Mit frischen Eiern und selbstgebackenem Brot machten wir uns dann auf zu unserem ersten Übernachtungshalt. Im Galloway Forrest Park hatten wir uns auf dem Glentrool Caravan and Camp Site angemeldet. Ein wunderschöner und wirklich gemütlicher Campingplatz.

 

Der nächste morgen führte uns dann durch traumhafte Wälder mit riesigen Farnen. Es regnete schon wieder, aber daran gewöhnt man sich recht schnell. Da unser nächstes Ziel die Isle of Arran war, fuhren wir direkt nach Ardrossan wo wir wieder eine Fähre nehmen wollten. Über Straiton, Ayr und Irvine, wo wir einen kleinen Tankstopp einlegten. Dabei wurden wir von ein paar schottischen Polizisten neugierig beäugt. Nachdem wir dann die üblichen Fragen zu den Gespannen beantwortet hatten wünschten sie uns eine gute Fahrt und wir machten uns wieder los. In Ardrossan angekommen, mussten wir knapp eine Stunde warten. Einen Tipp kann ich euch geben, wenn man eine genaue Route hat und mit den verschiedenen Fähren fahren muss, dann lohnt es sich diese vorher zu buchen. Da wir aber keinen Zeitdruck hatten, war uns das egal…schließlich machten wir ja Urlaub. Um das ganze jetzt schon mal ein wenig zu verkürzen, kommen hier nun einfach mal unsere ganzen Übernachtungsplätze und die Sehenswürdigkeiten. Ich hatte die Reise ziemlich gut vorbereitet, dank Tante Google und weiterer Internet Recherchen. Nun langer Rede kurzer Sinn, überlegt euch bitte vorher ganz genau, was alle Beteiligten wollen, dann seid ihr hinterher nicht enttäuscht. Meine mühsame Vorbereitung hätte ich mir sparen können, denn gesehen habe ich nicht viel. Wie ihr oben auf der Karte sehen könnt sieht man die Ursprüngliche blaue Route, die gelben Punkte sind dann die Orte, an denen wir dann wirklich waren.  Egal, ist passiert und wir haben daraus gelernt.

Hier nun ein paar Daten zum Insel Hopping...

 

Isle of Arran
Isle of Arran: • Auf der B880 bis nach Tarrnacraig • Über die A841…die ich die längste Achterbahn der Welt getauft habe. • Rast auf dem schönen Lochranza Camp Site, ein Spaziergang über den Golfplatz ist zu empfehlen, dass Rotwild dort ist echt völlig tiefenentspannt. • Kurzer Halt in Brodick, um in einem Outdoorladen echt coole Klamotten günstig einzukaufen. Festland: • Von Claonaig auf der B8001. • Über die A816 nach Oban, um dort die Fähre zur Isle of Mull zu nehmen.
Isle of Mull
Isle of Mull • Ankunft in Craignure. • Über die A849 nach Tobermory, die Tobermory Campsite kann ich nur empfehlen. Der Besitzer ist super nett und versorgt einen auf Wunsch mit frischen Eiern und Brot. • Lasst euch auch die Geschichte der Tobermory Cat erzählen…echt süß, ich habe mir das Buch gekauft. • Ausflug zum Glengorm Castle Festland: • Ankunft in Kilchoan. • Auf der B8007 bis nach Salen. • Über die A861 Richtung Glenuig, die Strecke ist er Wahnsinn, Berge, Seen und überall kleine Ortschaften, die zum Rasten einladen. • Nach einer kleinen Rast machten wir uns nach einem Tipp weiter über die A830 auf Richtung Mallaig. • Übernachtung auf der Silver Sands Campsite, ein Träumchen. • Nächster Morgen überfahrt zur Isle of Sky.
Isle of Skye
Isle of Sky: • Lustige Überfahrt, Ankunft in Armadale. • Auf der A851 an der Küste entlang, bis Harapool. • Dann über die A87, durch menschenleere Ortschaften bis nach Sligachan. • Auf der A863 durch Drynoch und Baracadale. • Kurz vor Dunvegan, wechseln auf die A850. • Übernachtung auf der Kinloch Campsite. • Ausgezeichnetes Abendessen im Watersite Café…die Fischsuppe ist einfach köstlich. • Kleinere Tagesausflüge…leider, ohne was gesehen zu haben. • Kleiner Lichtblick, süßer Seifenladen in Portree. • Nach zwei Tagen Abfahrt, über die A87 bis zur Sky Bridge. Festland: • Bis Auchtertyre dann wechseln auf die A890 • Abenteuerliche Fahrt durch die Highlands, dabei idiotische Solofahrer mit Todessehnsucht getroffen…also fast. • Durch traumhafte Landschaften und Buchten bis nach Kelso, wo wir auf die A896 wechselten. • Kurzer Stopp in Shieldaig, Kaffee und Kuchen beim Kirchenfest genossen und der Gemeinde noch Geld gespendet…sooo schön. • Durch Gairloch bis zu unserem Übernachtungsziel dem Sands Caravan an Campsite • Am Tag drauf Tagesausflug mit dem Sealife Glass Bottom Boat. • Weiterfahrt nach Ullapool, wo wir unseren Proviant auffüllten. • Die Küste entlang auf der A873. • Über die A894 im strömenden Regen, an schlafenden Schafen und verständnislos schauenden Autofahrern zur Kylesku Bridge. • Ankunft in Scourie, echt Wild und super schön. • Übernachtung auf der Scourie Campsite, Barfuss am Strand laufen…herrlich. • Weiterfahrt am nächsten Tag über die A838, vorbei am Allt Ceann Locha, über die Bonar Bridge Richtung Edderton. • Ankunft in Rosemarkie wo wir uns auf dem Rosemarkie Campsite ein Plätzchen ergatterten. • Lustige Möven haben sie da. • Ausflug zur Fortrose Chathedral, lecker Kuchen essen in einem winzigen Kaffee. • Nächster Tag Abfahrt Richtung Tarland. • Dort auf dem Idyllischem Tarland Camping and Caravan Site ein herrliches Plätzchen gefunden. • Nach einem ausgiebigen Spaziergang ein köstliches Essen im Commercial Hotel genossen. • Nächster Vormittag weiter durch den Cairngorms National Park…ich Schlitzohr, so kam ich dann doch endlich zu meinem Castle Besuch???? • Mittags Ankunft in Balmoral, dem kleinen Bescheidenen Landsitz der Royals…also man kann echt schlechter wohnen. • Weiterfahrt, vorbei an Braemar Castle, wo ich nur sehnsüchtig winken konnte, hinauf nach Glenshee, einem Skigebiet. • Weiter nach Pitlochry, wo wir in dem schmuddeligsten Lokal, das wir finden konnten, die allergeilsten Fish and Chips gegessen haben… (man stelle sich einen Koch vor, mit Kippe auf dem Zahn, Schürze mit Essensresten der letzten 100 drauf…aber eine Seele von Mensch). • Übernachtung auf einen völlig schrägen Campingplatz am Loch Tummel…dreckig, aber gemütlich. Dafür war die Aussicht der Knaller, und der Sternenhimmel…traumhaft. • Nächster Morgen…ja echt, es war mal nicht nachmittags. Einmal rund um den Loch Tummel, auf die B846 Richtung Keltneyburn, wo wir wo wir dann nach Fortingall abbogen. Kleine Rast am Fortingall Yew Tree. • Dann am Mittag eine Tour der etwas anderen Art…wir hatten uns verfahren und machten so eine der geilsten Streckenabschnitte überhaupt, direkt über einen Berg…auf einer Straße, die nur aus Schlaglöchern bestand, an Schafen und Highland Rindern vorbei. Auf der anderen Seite des Berges wieder runter, auf die A872 bis nach Killin.

 

Nun, den Rest des Urlaubes klemme ich mir jetzt mal dezent, denn die letzten Tage waren und sind nicht mehr erwähnenswert.  Der letzte Campingplatz war echt Müll, die Laune im Keller und der Rest ist eine unangenehme Geschichte, die es hier nicht wert ist, weiter erzählt zu werden.

Auch wenn der Urlaub nicht so gelaufen ist, wie wir uns das vorgestellt haben, so kann ich doch sagen, dass mich Schottland und die Menschen dort sehr beeindruckt haben. Die Leute waren immer freundlich, sehr hilfsbereit und haben extra langsam gesprochen ???? Damit wir sie etwas besser verstehen konnten. Die Landschaften waren einfach nur traumhaft, abwechslungsreich und falls ich es noch nicht erwähnt habe, traumhaft. Ich würde gerne noch einmal eine Reise durch Schottland machen, und mir dann endlich all die Dinge ansehen, die nur so an mir vorbeiflogen oder ich vom Moped kurz winken konnte. Alles in allem war diese Reise für mich sehr lehrreich, was das Menschliche angeht und über das Gespann fahren…Ich sage nur eins, immer schön Abstand halten!

© Rabenkrempel

 

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